London mit Kindern. Kann das funktionieren? So eine große Stadt! So viel Verkehr! Überfüllte Undergrounds! Hektische Menschen! Kaum Ruhezonen und Rückzugsorte! Zu viele Fahrten von A nach B! Zu große Gefahren! Zu stadtmäßig und überfordernd für Kinder!

Einige oder zumindest ähnliche Gedanken hatte ich auch. Verstärkt dadurch, dass ich im Dezember mit einer Freundin in London war und uns diese große Sadt, … obwohl wir allein gereist waren, schon ziemlich  umgehauen hat. Dennoch wollten Micha und ich den Versuch wagen und unser Versprechen endlich einlösen. Denn Lilli und Lotte hatten sich schon lange gewünscht, diese große Stadt kennenzulernen. Und ich hatte meiner Freundin aus Reading schon lange versprochen, sie endlich mal zu besuchen.

Also dachten wir gar nicht weiter über die Größe dieser Stadt nach, sondern buchten unseren Urlaub und stürzten uns gemeinsam ins Abenteuer!

Und letztendlich kam alles anders als erwartet! Der gesamte Kurzurlaub war spannend und abwechslungsreich, ein Riesenspaß für die Kinder und ein echtes Erlebnis für die ganze Familie. Wir sind sogar so begeistert von London, dass wir sicher wiederkommen werden. Eines Tages.

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Insgesamt waren wir fünf Tage in London, vom 28.01.-01.02.2017. Fünf Tage inklusive An- und Abreise. Wir haben die Zeit voll ausgenutzt, aber dennoch genug Ruhepausen eingeplant, um nicht durch die Stadt hetzen zu müssen. Dennoch haben wir mehr gesehen, als wir vorab für möglich gehalten hatten. Denn mit Kindern schafft man in London eine ganze Menge, weil eigentlich alles schnell und unkompliziert erreichbar ist.

Unterkommen sind wir in einer Airbnb Wohnung in Notting Hill. Wir waren sehr zufrieden mit unserer Unterkunft und die Lage war perfekt

Viel Spaß mit unserem London-Städtetrip in Bildern – Teil 1!

Unser Flug nach London

Geflogen sind wir ab Hamburg. Mittlerweile brauchen wir im Flugzeug einen eigenen Sitzplatz für Tom. Das ist Vorschrift, sobald ein Kind 2 Jahre alt ist.

Gebucht haben wir online. Wir nutzen außerdem jedes Mal die Möglichkeit des Online Check-ins, um uns diese Zeit am Flughafen zu sparen. Außerdem hat man dann, wenn man früh genug dran ist, nahezu freie Platzwahl.

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Der Flug nach London dauert etwa 1,5 Stunden. Insgesamt waren wir von Schönberg bis London (mit Fahrt nach Hamburg) also 3 Stunden unterwegs  – plus die Zeit an den jeweiligen Flughäfen.

Wichtig: Reisepässe nicht vergessen!

Von London aus fuhren wir dann mit dem Heathrow Express weiter zur Paddington Station. Und von dort aus nahmen wir uns ein Taxi bis Notting Hill. Da unser Flug früh am Morgen ging, befanden wir uns schon mittags in unserer Ferienwohnung und hatten dadurch noch ein ganzes Stück Tag vor uns, um erste London-Eindrücke zu sammeln.

Da mich viele von euch nach unserer Unterkunft gefragt haben, verlinke ich unsere Bleibe einfach mal: Klick!

Wie Airbnb genau funktioniert, erkläre ich euch dann im nächsten Post. Darin wird es auch detailliertere Bilder von der Unterkunft geben. =)

St. James’s Park

Den St. James’s Park hatte ich bereits mit Anna besucht. Wir sind im Dezember eher beiläufig dort vorbeispaziert, haben dabei aber bereits erste Bekanntschaften mit Eichhörnchen und Tauben gemacht. Dabei sind so lustige Bilder entstanden, dass Lilli und Lotte sich als erstes Abenteuer einen Abstecher in eben diesen Park gewünscht hatten.

Natürlich gibt es noch viele weitere tolle Parks in London, nicht zuletzt den Hyde Park. Laut Erfahrungsberichten sind die Tiere in fast allen Parks sehr zutraulich. Doch der St. James’s Park hatte mir schon im Dezember so gut gefallen, dass ich mich deshalb dafür entschied, diesen Park für einen Ausflug mit der Familie zu wählen.

Der Park ist groß, aber nicht zu groß, also durchaus überschaubar. Ein paar Nüsse sollten man auf jeden Fall mit dabei haben, damit dem Füttern der Eichhörnchen nichts mehr im Weg steht!

Es gibt sogar Pelikane im St. James’s Park!

Doch das Highlight waren natürlich die Eichhörnchen! Lilli und Lotte hatten so viel Spaß dabei, immer wieder auf den richtigen Moment zu warten. Und wenn dann tatsächlich ein Eichhörnchen angetapst kam und ihnen eine Nuss aus der Hand futterte, strahlten die beiden über das ganze Gesicht.

Tom hingegen fand die Tauben wesentlich spannender!

Ich werde nie den Moment vergessen, … von dem es witzigerweise sogar ein Foto gibt, in dem eine Taube mitten auf Toms Kopf landete. Tom erschrak nicht, schrie oder weinte auch nicht, sondern murmelte ein ziemlich irritiertes: „Höh?“

In diesem (und natürlich auch in allen anderen Parks) kann man unglaublich viel Zeit verbringen.

Darum: Es gibt immer Möglichkeiten, mit Kindern Rückzugsorte und/oder Tobe- und Spielflächen zu finden. Im Frühling und im Sommer ist es in den Parks vermutlich noch wesentlich schöner!

Big Ben & London Eye

Der St. James’s Park liegt ziemlich zentral, fußläufig gerade mal 5-10 Gehminuten vom Big Ben und dem London Eye entfernt.

Ich empfehle auf jeden Fall, mit der U-Bahn zum Park  zu fahren und von dort aus zu den anderen Sehenswürdigkeiten zu laufen als anders herum. Denn die Underground-Stationen direkt am Big Ben und dem London Eye sind extrem überfüllt und deshalb kein Spaß mit Kindern. Dagegen sind die Haltestellen am St. James’s Park überhaupt kein Problem.

Übrigens: Ich habe immer gedacht, dass es anstrengend ist, mit Kindern im Winter zu verreisen. Vor allem in eine Stadt. Es ist kalt, aber in den Läden und Gebäuden warm. Was soll man anziehen, damit man nicht friert und gleichzeitig nicht schwitzt, wenn man beispielsweise mit der U-Bahn unterwegs ist?

Im Grunde braucht ihr nur warme Jacken, Mützen, Schals und Handschuhe und eventuell Matschhosen. Lasst die Schneeanzüge zu Hause! Denn insgesamt ist man mehr drinnen als draußen. Und wenn man doch mal länger draußen ist, ist es eigentlich gar nicht so kalt. Allerding ist es tierisch unangenehm, in den U-Bahnen und Läden zu warm angezogen zu sein. Das schlägt nämlich total auf den Kreislauf!

Ein Ausflug zum Big Ben gehört natürlich zu jedem London-Trip dazu. Lilli und Lotte kannten die meisten Sehenswürdigkeiten bereits aus Büchern und Filmen und haben spätestens beim Big Ben verstanden, dass sie tatsächlich in London sind. =)

Vom Big Ben aus führt eine Brücke über die Themse. Von dort aus hat man eine tolle Aussicht. Und das bekannte London Eye befindet sich direkt auf der anderen Seite.

London Eye

Die Fahrt mit dem London Eye ist nicht ganz günstig und zudem mit langen Wartezeiten verbunden. Ihr habt aber die Möglichkeit, die Tickets vorab online zu buchen oder Kombi-Tickets zu kaufen (z..B. Madame Tussauds zusammen mit London Eye). Für eine Fahrt mit Kindern empfehle ich euch einen Tag unter der Woche, bestenfalls vormittags.

Und natürlich sollte das Wetter mitmachen, denn bei Nebel habt ihr nicht viel von der Aussicht. 😉

Wir sind aus genau diesem Grund, … nämlich aufgrund von Regen und Nebel, nicht mit dem Riesenrad gefahren.

Der erste Tag in London war wirklich wundervoll!

Schaut euch nur diesen traumhaft schönen Sonnenuntergang an! <3

Tower Bridge

Da es um uns herum minutiös voller wurde, flüchteten wir in ein Taxi und fuhren noch einmal weiter zur Tower Bridge.

Dort spazierten wir einmal rüber, vorbei am Tower, und fuhren dann von dort aus, also von der „Tower Hill-Station“ aus, zurück nach Notting Hill.

Taxi: Es gibt keine Kindersitze in den Taxis! Es ist also eine Lösung, aber eher eine Notlösung. Es gibt genug Plätze und Gurte, aber eben keine Möglichkeit, Kinder und Babys sicher zu transportieren! Das als wichtiger Hinweis an dieser Stelle!

Wie ihr seht, haben wir schon am ersten Tag eine Menge geschafft und gesehen. Und das, obwohl wir zu Hause um vier Uhr nachts aufgestanden waren. Möglich ist alles, wenn man möchte!

Und Tom, … der ist irgendwann mitten in der U-Bahn eingeschlafen. 😀

Zurück in unserer Unterkunft schliefen dann auch Lilli und Lotte beim Fernsehen ein. Und auch Micha und ich fielen kurze Zeit später völlig erschöpft in unsere Betten.

Vorher verschickte ich aber noch erste persönliche Grüße mit der MyPostcard App. Ich habe euch die App schon so oft empfohlen, muss es aber immer und immer wieder tun, weil ich diese App so liebe! Micha hat dieses Mal auch ein paar Karten gestaltet und verschickt und konnte daraufhin gut verstehen, was ich so praktisch daran finde.

Im Handumdrehen lässt sich eine Foto-Postkarte oder eine Foto-Collage erstellen, die dann im Nu verschickt werden kann. Wer möchte, kann aber auch Motivkarten verschicken. Das zeige ich euch weiter unten noch mal. =)

Paddington Station

Am zweiten Tag waren wir mit meiner lieben Freundin Anneken und ihrem Freund Tim verabredet. Anneken ist die Freundin, die ich seit fast 20 Jahren kenne und mit der ich gemeinsam in New York war. Sie lebt schon lange in England und mittlerweile in Reading.

Um nach Reading zu kommen, mussten wir einen Zug von der Paddington Station aus nehmen. Diese Gelegenheit nutzten wir, um der Paddington-Statue einen Besuch abzustatten. Ein Highlight für Kinder, das nicht überfüllt ist und nichts kostet. =)

Reading

Von der Paddington Station aus braucht es 30-45 Minuten Zugfahrt nach Reading (je nach Zug).

Reading ist ein ganz idyllisches Örtchen, das sich gänzlich vom London-Flair abhebt. Es gibt dort lange Shoppingmeilen und unzählige Cafés und Restaurants.

Wir trafen uns allerdings erst mal in der Wohnung meiner Freundin. Dort wollten Lilli, Lotte und Tom eigentlich auch gar nicht mehr weg, weil es zu viele spannende Tiere zu entdecken gab.

Seht selbst, wie viel Spaß wir hatten:

Zum Abschluss des Tages sind wir gemeinsam essen gegangen.

Tipp: Wenn ihr vorhabt, mittags in Reading essen zu gehen, reserviert euch irgendwo einen Tisch! Wir sind nämlich von Restaurant zu Restaurant gelaufen, bis wir endlich einen freien Tisch für uns gefunden haben.

Anschließend ging es mit Zug und U-Bahn zurück nach Notting Hill.

Underground mit Kindern

Das Underground-System in London ist sehr übersichtlich und leicht zu verstehen. Alles ist überall ausgeschildert, sodass man sich eigentlich gar nicht verfahren kann!

Mit Kindern ist das Ganze tatsächlich mehr Spaß als anstrengend. Natürlich muss man aufpassen, dass die Kinder bei einem in der Nähe bleiben, nicht zu nahe an die Gleise geraten und vor allem nicht verloren gehen. Aber insgesamt ist das Fahren mit der Underground wirklich überhaupt nicht stressig. Auch nicht, wenn man oft umsteigen muss. Den Kindern bringt das eigentlich die ganze Zeit über Spaß. =)

Tipp: Lilli, Lotte und Tom trugen stets Armbänder mit ihren Namen und unseren Telefonnummern (mit deutscher Vorwahl!) drauf. Und natürlich haben wir ihnen auch erklärt, was sie tun sollen, sollten wir uns tatsächlich verlieren. Das ist aber zum Glück nicht passiert, weil ich die drei stets mit Adleraugen im Blick hatte.

Natural History Museum

Am dritten Tag ging es gemeinsam ins Natural History Museum. Das war der größte Wunsch von Lilli. Sie wollte endlich richtige Dino-Skelette sehen! Außerdem hatten uns so viele Freunde und Leserinnen von diesem Museum vorgeschwärmt, dass es höchste Zeit war, sich einen eigenen Eindruck zu verschaffen.

Vorab verspeisten Lilli, Lotte und Tom aber noch einen gigantisch großen Donut, sodass ich die Zeit für das Versenden weiterer Postkarten nutzen. Dieses Mal verschickte ich fertige Motivkarten, weil ich die neuesten Fotos noch auf der Kamera hatte. Es gibt in der MyPostcard App nämlich unglaubliche viele Motivvorlagen zu allen erdenklichen Themen, sodass ihr auch „normale“ Postkarten und nicht nur Foto-Postkarten verschicken könnt. =)

Allein das Gebäude des Natural History Museums ist sehenswert! Wunderschön und riesengroß!

Eintritt kostet das Natural History Museum nicht. Allerdings gehört es dazu, einen gewissen Betrag zu spenden. Das haben wir selbstvertändlich auch gemacht.

Kaum dass wir drinnen waren, stürmten Lilli, Lotte und Tom mit großen Augen los!

Sie rannten von links nach rechts und staunten, was das Zeug hielt!

Es gibt so viel dort zu entdecken!

Wirklich, das Museum ist riesig! Ich glaube, wir haben längst nicht alles gesehen … oder zumindest nicht alles bis ins kleinste Detail.

Die berühmte große Halle („Hintze Hall“) war allerdings geschlossen. Das war wirklich sehr schade. Und sie bleibt auch noch bis zum Sommer 2017 geschlossen. … Nur, dass ihr Bescheid wisst!

Aber es gab auch so genug zu sehen!

Mittags haben wir dort richtige Dino-Menüs gefuttert. =)

Besonders toll finde ich, dass Kinder unglaublich viel ausprobieren und experimentieren können. Das macht wirklich viel Spaß!

Insgesamt waren wir fünf Stunden dort. Dann wurde es zunehmend voller, sodass wir uns entschieden, das Museum wieder zu verlassen. =)

Anschließend entschieden wir uns spontan dafür, zum Hamleys, einem riesengroßen Spielzeuggeschäft, zu fahren.

In der U-Bahn schlief Tom erneut ein. Und zwar so tief und fest, dass er nicht einmal mitbekam, dass wir uns nach dem Aussteigen auf dem lautesten Fleckchen Londons befanden – dem Piccadilly Circus. Tom schlief einfach auf Michas Arm weiter.

Zunächst warteten wir etwas und dachten, Tom würde irgendwann aufwachen, damit wir weiterziehen konnten. Da dies aber nicht geschah, spazierten wir irgendwann einfach mit schlafendem Tom weiter. 😀

Übrigens: Wir hatten keinen Kinderwagen dabei und vermissten diesen auch nicht. Denn Tom lag und saß in seinen zwei Lebensjahren bis auf wenige Ausnahmen noch nie im Kinderwagen. Als er ganz klein war, haben wir ihn immer getragen, und als er zu laufen anfing, wollte er auch laufen. Für Gepäck bei Ausflügen ist ein Kinderwagen trotzdem sehr praktisch, für London war ein Kinderwagen aber aus genau diesen Gründen nicht nötig.

Auf dem Weg zum Hamleys gab es jede Menge zu entdecken! Vom Piccadilly Circus aus liegt der Laden etwa 10-15 Gehminuten (mit Kindern) entfernt.

Hamleys

Im Dezember hatte mich ja schon das Harrods geflasht, aber das Hamleys ist ja noch eine Nummer heftiger! So viel Spielzeug auf so vielen Etagen!

Spielzeug, so weit das Auge reicht!

Wahnsinn! Micha fuhr mit Tom erst mal nach ganz oben in ein Café, damit Tom weiterschlafen konnte, während Lilli, Lotte und ich zu stöbern anfingen.

Das Abgefahrene am Hamleys und am Harrods ist ja, dass es dort unzählige Spilzeuge gibt, die es bei uns in Deutschland nicht gibt.

Die muss man also mitnehmen, wenn man sie haben möchte. 😀

Mit vollen, aber nicht überfüllten Taschen, drei müden Kinden und zwei erschöpften und voll bepackten Erwachsenen ging es schließlich zurück nach Notting Hill. Und damit endete unser dritter Tag in London. Nach vielen Eindrücken, vielen Erlebnissen, vielen Abenteuern und vielen unbezahlbaren Momenten!

Ich freue mich schon darauf, euch von dem Rest unserer Reise zu erzählen! <3

Wer von euch war denn schon mal in London? Mit oder ohne Kinder? Was hat euch dort am besten gefallen? Was vielleicht weniger?

Im nächsten Teil erzähle ich euch vom Madame Tussauds, von unserer Unterkunft, von dem Sky Garden und ein paar Harry Potter-Impressionen sowie vielen weiteren schönen und unvergesslichen Momenten.

Möchtet ihr gern weiterlesen? Dann geht es hier entlang: London mit Kindern – Teil 2

Vielleicht habt ihr außerdem Lust, euch unsere London-Vlogs anzuschauen?

London mit Kindern – Vlog #1: Klick!

London mit Kindern – Vlog #2: Klick!

Ich freue mich auf eure Kommentare!

Alles Liebe,

eure Mari =)