Wer uns schon länger folgt, wird wissen, dass ich ein ziemlich perfektionistischer Mensch bin. Da könnte man meinen, unser Weihnachten würde perfekt aussehen. Alles aufeinander abgestimmt und bestens organisiert. Aber das ist bei uns keineswegs so. Denn dadurch, dass wir keine Verwandtschaft wie Großeltern vor Ort haben, verbringen wir Weihnachten immer im gemütlichen Kreise der Familie. Ich muss aber auch zugeben, dass ich das sehr genieße. Denn allein diese Tatsache sorgt für weniger Trubel und damit für weniger Vorbereitungsstress.

Dennoch liegt es uns natürlich sehr am Herzen, ein besinnliches Weihnachtsfest zu erleben. Wie uns das auch ohne Stress und Hektik gelingt, möchte ich euch heute verraten und bringe euch deshalb 10 Tipps für eine stressfreie Vorweihnachtszeit und ein besinnliches Weihnachten mit Kindern mit!

Dieser Post entstand in Zusammenarbeit mit Lidl. Dort findet ihr aktuell viele der Produkte, die ihr auf den Fotos sehen könnt!

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Ich bin mir sicher, ihr hört nichts Neues, wenn ich euch erzähle, dass Weihnachten besonders stressig für Mütter ist, oder? Natürlich kann man nicht alle Familien über einen Kamm scheren, es gibt sicher auch Familien, in denen der Mann mehr organisiert und macht und tut. Aber aus meinem Freundes- und Bekanntenkreis und auch aus meiner eigenen Kindheit weiß ich, dass die meiste Arbeit doch an uns Müttern hängenbleibt.

Mütter machen sich Gedanken um die Geschenke, besorgen die Geschenke, verpacken die Geschenke. Sowohl für ihre Kinder als auch für Freunde und Verwandte. Sie schmücken den Tannenbaum, dekorieren das Haus, backen Plätzchen mit ihren Kindern, machen sich Gedanken über ein festliches Essen, das allen schmeckt, erledigen Einkäufe, besorgen und gestalten Adventskalender, spielen Nikolaus, Weihnachtsmann und Weihnachtsengel.

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Mütter wünschen sich, dass es allen in der Familie gut geht, … dass es niemandem an etwas fehlt und dass Weihnachten zu etwas ganz Besonderem wird. Allerdings kommen sie dabei selbst viel zu kurz, sodass sie am Weihnachtsabend völlig geschafft sind und die besinnliche Stimmung nicht mehr in vollen Zügen genießen können.

Aber das geht auch anders! So ist es nämlich bei uns!

Durch meine Kindheit bin ich vom (vor)weihnachtlichen Stress meiner Eltern geprägt und mache daher alles anders, seit ich selbst Mutter bin. Ich wollte nämlich nicht, dass es an Weihnachten zu stressig wird, dass es wegen Banalitäten Streit gibt und man am späteren Abend so tut, als wäre alles perfekt, obwohl es das bis dahin nicht war. Das klingt jetzt extremer als es war, aber miese Stimmung gab es bei uns damals während der Weihnachtsvorbereitungen fast immer. Das möchte ich gern verhindern und lege meinen Perfektionismus deshalb an jedem Weihnachtsfest ab. Außerdem leben und feiern wir Weihnachten nach der Devise: Nicht nur füreinander, sondern vor allem miteinander.

Viel Spaß mit meinen persönlichen 10 Tipps für ein stressfreies Weihnachten mit Kindern!

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1.) Die Adventskalender

Ihr wisst ja, dass ich die Adventskalender für Lilli, Lotte und Tom selbst befülle. Ich liebe das! Dennoch: Nach dem Befüllen neulich haben Micha und ich tatsächlich ein wenig darüber gesprochen, uns dabei an unsere Kindheit erinnert und daran gedacht, wie unglaublich stolz wir damals auf unsere einfachen Schokoladenkalender waren. Diese wurden uns jedes Jahr zum 1. Dezember überreicht und es war immer eine große Freude, Tag für Tag eines der kleinen Türchen zu öffnen und daraufhin mit einem neuen Schokoladenmotiv überrascht zu werden.

Fazit: Es muss kein perfekter Adventskalender sein und auch kein selbst gefüllter. Ein einfacher Schokoladenkalender erfüllt seinen Zweck genauso!

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2.) Weihnachtsdeko

Weihnachtsdeko gehört für uns dazu. Aber auch darum kümmern wir uns gemeinsam. Dann werden Basteleien der Kinder aufgehängt und Dekokartons vom Dachboden geholt. Und dann dekorieren wir zusammen das Wohnzimmer. Jeder hilft mit und trägt seinen Teil dazu bei. Das macht wirklich viel Spaß!

Besonders schön finde ich es auch, Weihnachtsdeko mit den Kindern zu basteln. Das können Fensterbilder sein, Papiersterne, Windlichter oder ein schöner Dekozweig.

Gemeinsames Basteln und Dekorieren verbreitet Weihnachtsstimmung und schweißt zusammen!

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3.) Nikolaus

Als ich klein war, habe ich mich immer riesig auf den 6. Dezember gefreut. Gar nicht wegen des Inhalts meiner geputzten Stiefelchen, sondern viel mehr auf die Überraschung! In unseren Nikolausstiefeln waren dann immer ein paar Nüsse und Mandarinen, ein paar Marzipankartoffeln und Schokolade. Meist gab es noch ein paar Socken und 1-2 kleine Geschenke dazu.

Micha und ich handhaben es heute ähnlich. Okay, … ich gebe zu, dass Lilli, Lotte und Tom vielleicht jeweils 1-2 Geschenke mehr bekommen als ich früher, aber trotzdem gehören in erster Linie ein paar Leckereien in die Stiefel. Ohne Nüsse und Mandarinen geht es nicht! Die kaufe ich vorab immer heimlich. =) Außerdem gibt es noch einen Schokoladenweihnachtsmann dazu. Als Geschenke besorge ich meist Hörspiele, Haarspangen, Zubehör für die Spielküche, ein kleines Puzzle, kleine Spielzeugautos oder eine neue DVD. Also, wirklich nur Kleinigkeiten. Und darüber mache ich mir vorab auch gar keine Gedanken. Das nehme ich eher zufällig beim (Online-)Shoppen mit und lege die Sachen dann für Nikolaus zurück.

Tipp: Wir haben ein kleines Geschenkefach auf dem Dachboden. Dort bewahre ich immer ein paar Kleinigkeiten auf, die mir beim Einkaufen zufällig in die Hände fallen. Meist ist da auch etwas für Nikolaus dabei. Ansonsten dient der Inhalt des Geheimfaches auch mal als Trostpflaster, wenn ein Kind sehr krank oder schlimm gestürzt ist (Lottes Platzwunde) oder als Belohnung (z.B. zum Seepferdchen-Abzeichen).

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4.) Die Geschenke

Ich kann euch nur den Tipp geben, rechtzeitig mit dem Besorgen der Geschenke anzufangen. Aber auch nicht zu früh, denn Kinder sind Kinder und ändern ihre Wünsche zwischendurch noch. Ich höre immer genau zu und schaue, ob ein bestimmter Wunsch bzw. ein bestimmtes Interesse lange bestehen bleibt. Außerdem: Onlineshoppen geht zwar schnell und ist bequem, macht aber nur halb so viel Spaß wie eine echte Shoppingtour. Wenn ihr eine zusätzliche Portion Weihnachtstimmung bekommen wollt, solltet ihr tatsächlich losziehen! Vielleicht mit eurem Freund/Mann zusammen? Oder mit einer guten Freundin?

Außerdem: In den meisten Läden gibt es im November/Dezember tolle Weihnachtsaktionen, bei denen man tolle Spielzeuge zu unschlagbaren Preisen bekommt. So zum Beispiel aktuell bei Lidl. Es lohnt sich daher, stets die Augen offen zu halten und sich über einen Newsletter oder Prospekte auf dem Laufenden zu halten.

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5.) Der Weihnachtsbaum

Tradition ist Tradition, das weiß ich. Dennoch lassen sich auch neue Traditionen einführen. So haben wir es gemacht. Bei uns wird der Tannenbaum bereits Anfang/Mitte Dezember besorgt , wird anschließend gemeinsam geschmückt und darf dann bis Silvester stehen bleiben. So haben wir die Zeit, in der der Weihnachtsbaum im Wohnzimmer steht, einfach etwas verschoben. Wir finden nämlich, dass kaum etwas mehr Weihnachtsstimmung verbreitet als ein hübsch geschmückter, leuchtender Tannenbaum. Und in Weihnachtsstimmung möchten wir vor allem vor Weihnachten kommen! Außerdem erspart uns das frühe Aufstellen des Tannenbaums den ganzen Stress kurz vor Weihnachten. Dadurch fällt ein großer To-do-Punkt von der Liste der Vorbereitungen an Heiligabend.

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6.) Die Geschenke verpacken

Auch das Verpacken der Geschenke sollte Spaß machen und nicht zur reinen Pflichtaufgabe werden. Eine Zeit lang habe ich das immer allein gemacht. Mittlerweile erledigen Micha und ich das zusammen. Darum bitte ich ihn auch jedes Jahr. Während wir dann gemeinsam verpacken, läuft irgendetwas Lustiges im Fernsehen. Oder wir hören schöne Musik dabei. Außerdem können wir nebenbei quatschen und herumalbern. Insgesamt geht alles viel schneller und auch die Vorfreude wächst gemeinsam viel besser.

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7.) Das Weihnachtsessen

Uns ist besonders wichtig, dass das Weihnachtsessen allen schmeckt. Denn das perfekteste Essen nützt nichts, wenn am Ende nur mürrische Blicke über den Tisch schweifen oder im Essen herumgestochert wird. Es muss nicht perfekt sein, sondern schmecken. Wenn es allen schmeckt, freuen sich auch alle aufs Essen. Dann ist die Stimmung gut und es herrscht wirklich eine idyllische Familienstimmung am Esstisch. Es kann ja trotzdem ein besonderes Essen sein. Und mal ganz ehrlich? Es muss auch nicht alles selbst gemacht und gekocht sein, oder? Das schafft man mit (kleinen) Kindern im Haus nämlich nicht immer…

Weihnachten soll unseren Kindern als schönes Fest in Erinnerung bleiben, richtig? Deshalb: Kinder erinnern sich später sicher nicht an das perfekte Essen zurück, sondern daran, dass man gemeinsam am Tisch gesessen, gelacht und die gemeinsame Vorfreude geteilt hat.

Übrigens: Das Essen bereiten wir immer zusammen zu. Jeder muss ein bisschen mithelfen! =)

PS: In meiner Kindheit gab es an Heiligabend immer Kartoffelsalat mit Würstchen. Ich habe diese einfache Mahlzeit so sehr geliebt!

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8.) Weihnachtliche Backsessions

Backen gehört an Weihnachten dazu, oder? Aber wenn ihr es mal nicht schafft, obwohl ihr Besuch erwartet und/oder euch auf weihnachtliche Leckereien gefreut habt, könnt ihr ruhig mal auf gekaufte Christstollen, Kekse und Lebkuchen zurückgreifen. Die schmecken auch ganz wunderbar! Und sollte es in eurer Familie jemanden geben, der ständig an etwas herummeckern muss, stellt euch am besten vorher darauf ein, sodass euch das Ganze am Ende nicht umhauen kann. Überlegt euch vorab, was ihr Passendes erwidern könntet! Mit Augenzwinkern natürlich. 😉

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Solltet ihr aber doch selbst backen wollen, dann nehmt euch ein leichtes Rezept vor, das ihr auch wirklich zusammen mit euren Kindern umsetzen könnt! Irgendetwas, das Spaß macht und immer gelingt. Und blendet das Chaos, das beim Backen entsteht, einfach mal aus! Genießt stattdessen die unbezahlbaren Momente, die Mehlschlachten und die Zuckergusskleckereien! Denn später werdet ihr euch nur daran zurückerinnern, wie viel ihr gelacht habt und wie viel Spaß ihr zusammen hattet! Und nicht daran, wie dreckig die Küche dabei wurde. =)

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9.) Die Bescherung

Damit beim Auspacken kein Geschenkeauspack-Chaos entsteht, finde ich es – je nach Alter der Kinder – eine schöne Idee, die Geschenke reihum auszupacken bzw. das Auspacken zu erwürfeln. Dadurch habt ihr viel mehr von der Bescherung. Die einzelnen Geschenke werden mehr wertgeschätzt und von allen wahrgenommen. Das Ganze ist viel besinnlicher und entspannter als wenn in absoluter Aufregung nach zehn Minuten alles ausgepackt ist, man nur einen Bruchteil der Reaktionen auf die Überraschungen mitbekommen hat und sich inmitten eines riesigen Geschenkpapierbergs wiederfindet.

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10.) Der Weihnachtsabend

Es zählt, was für euch als Familie an Weihnachten wichtig ist! Wenn ihr Freude draran habt, nach der Bescherung ein Spiel zu spielen, dann macht das! Wenn es für euch dazugehört, einen weihnachtlichen Film zu schauen, dann tut das! Wenn ihr nach der Bescherung noch ein Glas Sekt oder Wein trinken und auf diese Weise den Tag ausklingen lassen wollt, während eure Kinder mit den neuen Geschenken spielen, macht genau das! Wenn ihr lieber mitaufbauen und spielen wollt, dann tut das!

Schaut nicht nach links oder rechts, sondern macht das, was ihr für richtig haltet!

Tipp: Plant den Weihnachtsabend nicht bis aufs kleinste Detail durch, denn meistens ergeben sich die schönsten Momente sehr spontan. Es lässt sich eben nicht alles planen. =)

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Ich finde es wirklich wichtig, dass jede Familie Weihnachten so verbringt, wie sie es für richtig hält. Jede Familie ist anders, jede Familie feiert anders. Ihr müsst euch nicht erklären oder rechtfertigen, denn Heiligabend gehört euch und euren Liebsten. Nichts muss perfekt sein, solange ihr zusammen glücklich seid. Keiner muss alles allein stemmen, denn jeder kann etwas zum gemeinsamen Weihnachtsfest beitragen und bei den vielen Vorbereitungen helfen.

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Außerdem noch eine kurze Info zu den Produkten:

Folgende Produkte aus diesem Post gibt es aktuell bei Lidl: Schokoladen-Adventskalender, verschiedenes Gebäck, LED-Leuchtzweig, Deko-Klebeband, Packpapier, Silber-Farbspray, Steckpuzzles, Damen Weihnachtspullover, Kleinkind Weihnachtspullover, Kinder Weihnachtspullover, Holzeisenbahn

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Wir sollten die Welt viel öfter aus Kinderaugen sehen und uns dabei an unsere eigene Kindheit zurückerinnern.

Was fandet ihr als Kind besonders schön? Woran erinnert ihr euch bis heute? Was habt ihr damals besonders geschätzt? Was mochtet ihr gar nicht? Was war euer schönstes Weihnachtsgeschenk?

Wenn ihr euch etwas Zeit zum Nachdenken und Erinnern gebt, werdet ihr schnell erkennen, was wirklich zählt: die gemeinsame Zeit, das gemeinsame Vorbereiten und Kreativsein, das gemeinsame Essen und Spielen. Nicht das perfekte Essen, das perfekte Fest oder das perfekte Geschenk.

Ich bin gespannt, wie ihr das seht und freue mich auf eure Kommentare!

Alles Liebe,

eure Mari =)