Jedes Elternpaar kennt das Gefühl, von einer Vielzahl an Emotionen übermannt zu werden, sobald man einen positiven Schwangerschaftstest in den Händen hält. Doch neben Freude und Ängsten brennen sich augenblicklich viele weitere Fragen in unsere Köpfe, die man am liebsten gleich alle auf einmal beantwortet hätte. Die ganze Schwangerschaft ist geprägt von immer neuen Gefühlen, Gedanken und Fragen. Angefangen bei der, welche Untersuchungen während der Schwangerschaft gemacht werden sollten und welche einem gesetzlich zustehen bis hin zu der Frage, wie man sich bestmöglich auf die bevorstehende Geburt und die erste Zeit danach vorbereitet.

Welche Schwangerschaftsvorsorgeuntersuchungen gibt es? Welche sind gesetzliche Leistung? Welche müssen selbst gezahlt werden? Welche obliegen einer persönlichen Entscheidung? Welche werden dringend empfohlen? Und wie sieht es aus mit Geburtsvorbereitungskursen für Eltern und weiteren Angeboten rund um die Geburt und die erste Zeit danach?

Zusammen mit der Siemens-Betriebskrankenkasse (SBK) möchte ich euch diese Fragen beantworten und sie für euch aufschlüsseln, denn früher oder später betreffen sie die meisten von uns.

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Vom positiven Test zur ärztlichen Bestätigung

Sobald man einen positiven Test in den Händen hält, braucht es – je nachdem wann man getestet hat – noch etwas Geduld. Denn es dauert eine Weile, bis auf dem Ultraschall etwas erkennbar ist, sodass die Schwangerschaft vom Arzt bestätigt werden kann. Zunächst sieht man nur ein schwarzes Pünktchen, die Fruchthöhle, später etwas weißes Pochendes darin, den Herzschlag des winzigen Babys.

Die Bestätigung der Schwangerschaft findet im Zuge eines Frauenarztbesuches statt. Sollte man zeitlich noch etwas zu früh dran sein, wird ein neuer Termin vereinbart. Private Kosten fallen dafür nicht an. Frauenärzte verfügen außerdem – für die Feststellung einer frühen Schwangerschaft – über hochwertige Schwangerschaftstests. Diese werden kostenlos beim Frauenarzt durchgeführt.

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Die Ultraschalluntersuchungen während der Schwangerschaft

Eltern lieben Ultraschalluntersuchungen. Nicht zuletzt deshalb, weil sie wie ein Fenster zum Baby sind. Es erfüllt werdende Eltern mit Glück, ihr Ungeborenes zu sehen und gibt ihnen ein gutes Gefühl. Deshalb würden sich Eltern am liebsten nur umso öfter einen Blick zum Baby gönnen, allerdings sind während der Schwangerschaft gesetzlich nur drei Ultraschalluntersuchungen vorgesehen – eine für jedes Trimester.

Zusätzlich bieten viele Frauenärzte die Möglichkeit, eine sogenannte „Ultraschall-Flatrate“ zu buchen und diese selbst zu bezahlen. Diese Flatrate ermöglicht werdenden Eltern häufigere Ultraschalluntersuchungen. Ob dies zwingend nötig ist, muss letztendlich jedes Elternpaar für sich entscheiden. Denn bei alledem sollte nicht vergessen werden, dass Ultraschalluntersuchungen – egal wann und egal wie häufig – kostentechnisch immer übernommen werden, sollte es Auffälligkeiten geben oder es sich um Risikoschwangerschaft handeln.

So handhabt es auch die SBK. Gute Versorgung während der Schwangerschaft ist der SBK wichtig. Deshalb übernimmt die Siemens-Betriebskrankenkasse grundsätzlich die Kosten für alle drei großen Ultraschalluntersuchungen in der Schwangerschaft und natürlich auch für zusätzliche Untersuchungen im Zuge von Auffälligkeiten.

Ich selbst habe drei Risikoschwangerschaften hinter mir – allesamt mit vorzeitigen Wehen, einmal dem Verdacht auf einen Amnionstrang sowie monatelangem Krankenhausaufenthalt während der Schwangerschaft mit Lilli. Regelmäßige Ultraschalluntersuchungen gehörten während dieser Zeit dazu und waren bedeutsam, um das Risiko einer möglichen Frühgeburt besser einschätzen zu können und das ungeborene Baby größen- und gewichtstechnisch besser einschätzen zu können. All diese Untersuchungen wurden von der Krankenkasse übernommen.

Übrigens: Ultraschalluntersuchungen haben sich nicht nur als Maßnahme zur Früherkennung von schweren Erkrankungen des Embryos bewährt und sind daher unverzichtbar, sondern helfen Eltern außerdem dabei, von Anfang an eine feste Bindung zu ihrem Ungeborenen aufzubauen.

Und noch etwas: Die Fachwelt ist sich einig, dass zusätzliche Ultraschalluntersuchungen keine Gefahr für den Embryo darstellen.

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Weiterführende Untersuchungen während der Schwangerschaft

Neben den Ultraschalluntersuchungen gibt es eine Vielzahl an weiteren Untersuchungen und Tests, die bei Bedarf oder auf Wunsch durchgeführt werden können. Die Abkürzung IGeL steht dabei für individuelle Gesundheitsleistungen. Die meisten Ärzte bieten diverse IGeL-Leistungen an. Wie sinnvoll und notwendig diese Leistungen sind, ist umstritten. Letztendlich muss jedes Elternpaar individuell für sich entscheiden, welche zusätzlichen Untersuchungen ihnen während der Schwangerschaft wichtig sind.

Zu den IGeL-Leistungen zählen:

  • Erst-Trimester-Screening mit Nackenfaltenmessung
  • Zusätzlicher Glukosetest
  • Toxoplasmosetest
  • Streptokokken B-Test
  • Windpocken-Antikörper-Test
  • Ringelröteln-Antikörper-Test
  • Zytomegalie-Infektions-Test
  • Zusätzlicher Ultraschall

IGeL-Leistungen werden nur auf  Wunsch durchgeführt und sind immer kostenpflichtig. Nötig sind sie allerdings nicht immer. Wer diesbezüglich unsicher ist, sollte sich eine Zweitmeinung einholen oder sich zusätzlich von einer Hebamme beraten lassen.

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Vom Schwangerschaftsglück zur Schwangerschaftssorge

Bei all den Untersuchungen sollte niemals vergessen werden, dass die (vorläufigen) Ergebnisse werdende Eltern immens verunsichern können.

Ich selbst kenne viele persönliche Geschichten, in denen es einen Verdacht auf etwas gab, was die Eltern tagelang oder gar wochenlang psychisch belastet hat. Schlussendlich stellten sie sich aber als falscher Verdacht heraus.

Natürlich gibt es immer Vor- und Nachteile diverser Untersuchungen. Nichtsdestotrotz sollte grundsätzlich nie vergessen werden, dass einige Erkrankungen und bestimmte Entwicklungsstörungen zwar im Ultraschall erkannt werden, aber während der Schwangerschaft nicht behandelt werden können. Je nach Diagnose kann das ziemlich belastend für die Eltern sein.

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Von Geburtsvorbereitungskursen und weiteren Angeboten

Ein Geburtsvorbereitungskurs und diverse andere Kurse für Eltern und ihren Nachwuchs sind zwar kein Muss, können aber sehr hilfreich sein, Mut machen und die Bindung stärken.

Letztlich müssen Eltern individuell entscheiden, welche Kurse ihnen am Herzen liegen und zu ihnen passen.

Tipp: Die SBK bietet ein Bonusprogramm an, das sogenannte SBK-Babyglück-Paket, mit dem Eltern und ihr Baby von Mehrleistungen im Gesamtwert von bis zu 400 Euro profitieren, zum Beispiel für weitere Vorsorgeuntersuchungen in der Schwangerschaft oder einen Zuschuss zum Geburtsvorbereitungskurs für den Vater. Mehr Infos dazu findet ihr hier.

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Überlegt als Eltern gemeinsam, welche Kurse und Zusatzleistungen euch wichtig sind!

Vieles ist toll und hilfreich, aber manchmal ist weniger mehr. Vergesst bei all den Untersuchungen, Kursen und Zusatzleistungen nicht, dass jede Schwangerschaft eine besondere Zeit ist. Sie ist einzigartig und einmalig. Genießt diese Zeit und eure Vorfreude, bewahrt sie in euren Herzen und lasst einiges einfach auf euch zukommen!

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Erzählt doch mal:

Welche zusätzlichen Untersuchungen habt ihr während eurer Schwangerschaft in Anspruch genommen? Und warum? Gab es bei euch vielleicht sogar einen Verdacht, der sich später als falsch erwies? Wurde vielleicht auch etwas festgestellt, das euch beruhigt hat? Oder etwas, das euch geholfen hat, euch rechtzeitig auf entsprechende Umstände einzustellen?

Ich bin sehr gespannt auf eure Erfahrungen!

Alles Liebe,

eure Mari