Hach, was freue ich mich darauf, euch nachträglich von den allerersten Tagen und Wochen meiner aktuellen Schwangerschaft zu erzählen! Denn gerade die erste Zeit ist so unglaublich spannend! Allerdings haben wir auch eine nicht so schöne Woche durchlebt, in der wir wirklich sehr von Ängsten und Sorgen geplagt wurden. Und dann gab es wieder richtig schöne Glücksmomente.

Wie ich nun schon öfter schrieb und sagte, kann ich noch immer nicht fassen, dass wir tatsächlich mit unserem Wunschbaby Nr. 4 schwanger sind! Das ist so wunderschön! Nachdem es damals über zwei Jahre lang nicht geklappt hatte, hatten wir uns schon beinahe von diesem Gedanken verabschiedet. Umso schöner nun diese Überraschung, die sich – wie jede Schwangerschaft – wie ein Wunder anfühlt. Ich freue mich einfach so sehr! Jeden Tag aufs Neue! Und ich kann kaum erwarten, im Sommer ein kleines Baby in den Armen halten zu dürfen. <3

Doch das dauert natürlich noch ein Weilchen. Und bis dahin möchte ich euch gern mitnehmen durch meine Schwangerschaft und hoffe, ihr freut euch darüber! =)

In diesem Post möchte ich euch von der Zeit zwischen der 4. und der 7. Schwangerschaftswoche (SSW) erzählen, also sozusagen von dem Zeitpunkt des positiven Schwangerschaftstests bis hin zum positiven Herzschlag auf dem Ultraschall; von meinen ersten Symptomen; unseren Ängsten und Sorgen; unserer Vorfreude und unserer Erleichterung.

Viel Freude beim Lesen!

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Die 4. SSW: Von positiven Schwangerschaftstests

In der 4. SSW testete ich, wie ich euch bereits im letzten Post erzählt hatte, zum ersten Mal positiv. Erst mit einem Streifentest, der schon zwei Jahre lang abgelaufen war, allerdings noch in meinem Schrank geschlummert hatte, dann am nächsten Morgen mit einem digitalen Clearblue, der uns „Schwanger – 2-3 Wochen“ anzeigte.

Micha freute sich sofort riesig, während ich eher verblüfft war und die Sache noch gar nicht recht glauben konnte. Schwanger. Schwanger im ersten Zyklus ohne Pille. Nach all der Zeit. Nach all den Jahren und Monaten, in denen es nicht geklappt hatte. Das war einfach so unglaublich, dass ich anfangs wirklich eine gewisse Zeit brauchte, den Tests zu glauben und mich auf all die neuen Gedanken, Sorgen und Veränderungen einzulassen. Dennoch blieb ich vorsichtig mit meiner Freude. Denn ich wusste – aus eigener Erfahrung – dass ein positiver Test noch längst nicht bedeutet, dass alles gut verlaufen muss. Deswegen freute ich mich anfangs vor allem über die Tatsache, dass es überhaupt geklappt hatte, beschloss aber, mich erst dann richtig auf die Schwangerschaft einzulassen, wenn ich irgendwann später ein Babylein mit Herzschlag auf dem Ultraschall sehen würde.

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Mein Geburtstag an 7+0 SSW

Die 5. SSW: Von ersten Schwangerschaftssymptomen

In der fünften Schwangerschaftswoche wurde ich ziemlich, ziemlich müde. Ich konnte immer und überall schlafen. Ich wurde mittags müde, nachmittags, früh am Abend und ging deshalb früh ins Bett, war morgens nach dem Aufwachen aber immer noch (oder schon wieder) ziemlich müde und erschöpft. Das war schön ziemlich lästig, zumal ich sonst ein echtes Energiebündel bin.

Außerdem zog es in meinen Leisten und im Rücken, ziepte und zwickte überall. Teilweise fühlte sich das Ganze wie leichte Regelschmerzen an. Ansonsten ging es mir aber sehr gut. Das einzige, was ich überhaupt nicht mochte, war der Schwindel. Mir war einfach die ganze Zeit extrem schummrig-schwindelig. Sobald ich aufgestanden bin, musste ich kurz innehalten und mich festhalten und echt langsam machen, denn dann drehte sich alles. Und auch so im Alltag war mir immer leicht schwindelig, als ob ich nicht genug geschlafen oder am Vortag Alkohol getrunken hätte.

Am 5.12., unserem Hochzeitstag, machte ich einen weiteren digitalen Test. Etwa an ES+22/23. Dieses Mal zeigte der Test „Schwanger – 3+ Wochen“ an. Für mich bedeutete dies, dass der HCG-Wert gestiegen war, was ich auf jeden Fall erleichternd fand. Ich weiß zwar, dass das alles auch nichts aussagt, aber es gab mir trotzdem ein positives Gefühl in der Anfangszeit.

Morgens hatte ich kaum noch Hunger oder Appetit und generell gar keine Lust mehr auf Schokolade oder Süßes. Stattdessen bekam ich Heißhunger auf Käse und vegetarischen Fleischsalat.

Und nicht zuletzt möchte ich euch davon erzählen, dass ich in der 5. SSW Schmierblutungen bekam. Diese beunruhigten mich allerdings nicht sofort, da ich dieses Prozedere von allen bisherigen Schwangerschaften kannte. Es fühlte sich zwar nicht gut an, aber es war alles noch so früh und frisch, dass ich ohnehin nichts hätte machen können. Also mussten wir abwarten. Und das taten wir schließlich auch, zumal ich sonst keine weiteren Beschwerden hatte.

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Ultraschallbild Mitte 6. SSW, Embryo 4 mm ohne Herzschlag

Die 6. SSW: Von Ängsten und Sorgen

In der Mitte der 6. SSW war ich bei einem Event des Harry Potter Theaters in Hamburg und bekam dort plötzlich auf der Toilette richtig viel frische rote Blutung. Ich erschrak so, dass ich mich in die Klinik fahren ließ. Dort fand schließlich und nach einer zweistündigen Wartezeit mein erster Ultraschall in dieser Schwangerschaft statt, der eine Fruchthöhle und einen Dottersack zeigte sowie eine Embryonalanlage von 2 mm, allerdings keinen Herzschlag. Eventuell war zu diesem Zeitpunkt auch noch eine weitere Fruchthöhle von 2 mm zu sehen, die jedoch leer war. Die Ärztin war ganz lieb und einfühlsam und nahm sich viel Zeit. Sie vermutete, dass die starke Blutung eventuell von einer Zwillingsanlage stammen könnte, die abging. Sicher war sie sich jedoch nicht.

Ich werde nie vergessen, wie die Ärztin schallte und schallte – von links nach rechts und wieder von rechts nach links – und schließlich sagte: „Ehrlich gesagt, kann ich nicht ausschließen, dass da zwei sind oder waren.“ Damit hätte ich in diesem Moment so gar nicht gerechnet und wusste auch nicht recht, was ich davon halten soll.

Mir wurden Magnesium und Utrogest verschrieben und ich sollte in den nächsten Tagen einen Gang zurückschalten.

Etwa vier Tage später kamen erneute rote Blutungen, sodass ich zu meiner Frauenärztin fuhr. Dort wurde eine Fruchthöhle von 11 mm festgestellt, ein Dottersack von 3 mm und ein Embryo von 4 mm, allerdings noch immer ohne Herzschlag, was mich in totale Panik versetzte. Außerdem wurde mir Blut abgenommen und mein HCG-Wert bestimmt. Wie ich zwei Tage später erfuhr, lag dieser zu diesem Zeitpunkt bei ca. 21.000. Deshalb hätte man auf dem Ultraschall eigentlich mehr sehen müssen, so meine Ärztin. Sie bat mich aber noch um ein paar Tage Geduld. Ich sollte nicht aufgeben. Sie war wirklich ganz lieb. Bis zum nächsten Termin am 16.12. ging es mir daher sehr mies, weil ich furchtbare Angst hatte, dass etwas nicht stimmen könnte.

Aus diesem Grund holten wir uns auch noch eine zweite Meinung ein, genau einen Tag später. Doch auch die andere Ärztin sah bloß einen Embryo ohne Herzschlag und begann bereits von einer möglichen Ausschabung zu sprechen. Micha und ich waren wirklich sehr fertig und wollten das Ganze einfach nicht wahrhaben.

Was mich wieder positiv stimmte, war, dass mir morgens an zwei Tagen sehr übel wurde, zwischendurch auch tagsüber total doll. Die Übelkeit verschwand dann aber mit dem Essen wieder. Ich hatte noch immer keinen Appetit auf Süßes, vor allem nicht auf Schokolade, davon konnte ich den Geruch nicht einmal ertragen. Auch die Schmierblutungen waren noch da, genau wie die Müdigkeit und der Schwindel.

Die nächsten 6 Tage bis zum nächsten Ultraschall zogen sich wie Kaugummi. Ich war wirklich jeden Abend froh, wieder  einen Tag geschafft zu haben und hoffte so sehr, dass am 16.12. ein Herzschlag auf dem Ultraschall zu sehen sein würde.

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Ausschnitt aus dem Krankenhausbericht

Die 7. SSW: Das Herzchen schlägt!

In der 7. SSW fand endlich mein richtiger erster offizieller Ultraschall statt, so wie er eigentlich ursprünglich geplant gewesen war. Auf dem Weg zur Ärztin war Micha und mir richtig mulmig zumute. Wir wussten beide, JETZT musste man den Herzschlag einfach sehen. Wenn er nicht zu sehen sein wäre, wusste wir, dass es dann mit hoher Wahrscheinlichkeit vorbei sein würde.

Ich war richtig nervös und wollte kaum hinsehen, als der Ultraschall begann. Doch die Mimik meiner Ärztin verriet mir schließlich schnell, dass alles gut zu sein schien. Micha durfte dazu kommen und schließlich sahen wir die Fruchthöhle, den Dottersack und einen Embryo von 6,6 mm Größe. <3 Und das Herz wummerte! Der Herzschlag war aber wirklich nur ganz leicht zu sehen. Die Ärztin sagte, das Herz hätte vielleicht vor 1-2 Tagen angefangen zu schlagen. Alles war zeitgerecht entwickelt und ich bekam meinen nächsten Termin für den 30.12.

Was fiel mir für ein Stein von Herzen! Und Micha ebenfalls.

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Erstes Bauchbild in der 7. SSW

Schmierblutungen hatte ich noch immer, aber laut Ärztin waren diese nur äußerlich. Die Übelkeit wurde nun stärker, kam aber immer noch sehr sprunghaft, sie entstand eher aufgrund von Hunger oder Appetit. Schwindelig war mir noch immer sehr und ich konnte nach wie vor überall (ein)schlafen. Komische Gelüste waren auch schon einige da. Schokolade konnte ich überhaupt nicht haben, hatte dafür aber Heißhunger auf ganz viel Gemüse, saure Gurken und Spinat. Und wenn ich Hunger hatte, dann immer nur auf eine ganz bestimmte Sache. Etwas anderes durfte es schlichtweg nicht sein. Von allem anderen wurde mir schlecht – allein beim Gedanken daran. Deshalb hatten mich diese Gelüste und der veränderte Appetit plötzlich sehr im Griff. :D

Ansonsten ging es mir aber gut und ich war einfach nur beruhigt, dass sich doch noch alles zum Guten gewendet hatte. Und ich hoffte sehr, dass das so bleiben würde.

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16.12.2019: 7. SSW – Das Herzchen schlägt!

So, das waren meine ganz persönlichen ersten Schwangerschaftswochen dieser Schwangerschaft. Ich bin sehr gespannt, ob diejenigen unter euch, die bereits schwanger waren oder aktuell schwanger sind, sich in einigen Punkten wiederfinden. Erzählt gern mal!

Außerdem könnt ihr euch dieses Schwangerschaftsupdate auch gern noch einmal in bewegten Bildern auf YouTube anschauen. Dort erzählen wir euch noch einmal ganz persönlich von den ersten Schwangerschaftswochen. <3

Was sind/waren bei eurer/euren Schwangerschaft/en die ersten Symptome? Habt ihr auch ängstliche Momente erlebt? Ab wann konntet ihr euch emotional so richtig auf die Schwangerschaft einlassen?

Ich bin wirklich sehr gespannt und freue mich auf eure Erzählungen!

Alles Liebe,

eure Mari =)