Während ich hier sitze und diesen Post schreibe, kann ich es selbst noch immer nicht fassen. Aktuell befinde ich mich bereits in der 11. Schwangerschaftswoche, möchte euch aber gern rückblickend erzählen, wie alles begann. Ich habe Tränen in den Augen, wenn ich darüber nachdenke, dass tatsächlich unser viertes Wunder unterwegs ist; dass unter meinem Herzen ein weiteres kleines Herzchen schlägt. Das ist ein unbeschreiblich schönes Gefühl! <3

Als Micha und ich uns damals kennenlernten – und auch die Jahre danach – stand für uns immer fest, dass wir uns eines Tages vier Kinder wünschten. Von Anfang an. Unser Elternsein begann dann mit Lilli 2009, es folgte Lotte 2012 und schließlich Tom 2015. Und so wurde unser Glück immer größer und größer und wir wuchsen mit jeder neuen Herausforderung. Als Tom dann etwa ein Jahr alt war, entschieden wir uns dafür, ein weiteres Wunschkind zu planen, doch nach zwei erfolglosen Jahren von 2016 bis 2018 gaben wir vorerst auf. Wir fokussierten uns auf unsere wunderbare Familie und das Glück, das wir bereits besaßen. Wir erfreuten uns an so vielen Dingen – seien es die Meilensteine der Kinder, unsere Selbstständigkeit, die wir immer mehr ausbauten, oder das Reisen. Wir waren sogar so glücklich und zufrieden, dass eine ganze Zeit lang für uns feststand, dass wir eine fünfköpfige Familie bleiben wollten. Vielleicht sollte das auch so sein, dachten wir. Und so verabschiedete sich der Kopf immer mehr von dem vierten Kinderwunsch, während im Herzen noch immer die kleine Sehnsucht nach einem vierten Wunder schlummerte.

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Schwangerschaftstest 05.12.2019

Von der Pille und unserem Kinderwunsch

Aufgrund meiner starken Hormonstörung, von der ich euch bereits erzählte, musste ich leider zwischenzeitlich wieder die Pille nehmen. Und das, obwohl ich absolut kein Fan der Pille bin. Warum das so ist, habe ich euch ebenfalls schon einmal ausführlich erzählt („Die Pille und ihre Nebenwirkungen“) und mein damaliger Beitrag stieß auf extreme Resonanz bei euch.

Demnach kann ich euch ganz klar sagen, dass ich mich keinen Tag lang wohl damit gefühlt habe, die Pille zu nehmen. Aber es war allemal besser als die Probleme, die ich sonst bekam, denn dazu zählen unter anderem Zysten, die sich in den Eierstöcken bilden, die teilweise so groß werden, dass sie starke Schmerzen verursachen und sogar platzen können, was mir schon einmal passiert ist. Und glaubt mir, diese Schmerzen waren wirklich die Hölle! Doch ich möchte nicht vom Thema abkommen …

Jedenfalls nahm ich vorerst wieder die Pille.

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Unsere Winterpause kam wie gerufen!

Im Oktober 2019 war ich dann bei meiner Frauenärztin, um mir ein neues Pillenrezept abzuholen. Doch zu diesem Zeitpunkt fühlte sich das Ganze immer falscher an. Tief in meinem Inneren wusste ich, dass ich die Pille nicht mehr nehmen wollte und dass ich mir doch eigentlich noch immer ein Baby Nummer 4 wünschte, diesen Gedanken daran aber schlichtweg verdrängt oder aufgeschoben hatte. Und so stand ich schließlich eines Abends vor dem Waschbecken mit dem Pillenstreifen in den Händen und haderte massiv mit mir. Schließlich entschied ich mich aber dafür, die Pille nicht mehr zu nehmen und suchte das Gespräch mit Micha. Einig waren wir uns beide, immerhin hatten wir das Thema auch schon öfter besprochen. Wir wussten, wir würden uns immer noch aus tiefstem Herzen über ein weiteres Wunschkind freuen, besprachen aber auch, dass wir uns nicht darauf fokussieren wollten und dass wir auch glücklich sind, sollte es einfach nicht mehr klappen. Ein weiteres Baby wäre daher einfach ein großer Bonus, dachten wir.

Außerdem war ich im September/Oktober ziemlich überarbeitet. Ich musste von Arzt zu Arzt, weil es mir gesundheitlich überhaupt nicht mehr gut ging. Ohrengeräusche, dauerhafte Migräne, anhaltende Müdigkeit, dauerhaft wiederkehrende Infekte, Magenprobleme. Ärzte rieten mir dringend, einen Gang zurückzuschalten. Deshalb entschieden wir uns für die etwas längere Winterpause. Ich brauchte diese Auszeit ganz unbedingt. Ich musste einfach mal Luft holen; einfach mal nur für mich sein bzw. einfach mal nur mit der Familie sein. Ganz davon ab standen noch der Umbau unseres Dachbodens und unseres Erdgeschosses an und weitere berufliche Projekte, die wir unabhängig vom Blog stemmen mussten. Die Winterpause planten wir also schon recht früh, gaben rechtzeitig allen Kooperationspartnern und Agenturen Bescheid und sorgten mit viel Vorlauf dafür, dass diese Blogpause auch wirklich eine werden würde. Und diese Auszeit tat mir unglaublich gut. Allein der Gedanke daran, dass der Stress für gewisse Zeit etwas weniger werden würde; dass wir nicht mehr jeden Tag über 100 Prozent geben mussten; dass wir nicht bis tief in die Nächte hinein arbeiten mussten – allein dieser Gedanke fühlte sich entfesselnd an. Dennoch waren unsere Tage während dieser Pause ziemlich vollgestopft mit weiteren Projekten, wie ich bereits oben schrieb, etlichen Terminen und dem Alltag mit drei Kindern, davon zwei Schulkindern. Aber insgesamt war es für mich einfach ruhiger und das tat sehr, sehr gut. Außerdem schafften wir so viele Dinge, die wir sonst nie geschafft haben. Das war wirklich klasse! Alles, wofür sonst keine Zeit blieb, wurde erledigt. Und zusätzlich blieb endlich Zeit für die wirklich wichtigen Dinge im Leben übrig: Zeit als Paar, Zeit für die Familie. <3

Ich spürte zunehmen, wie ich mich erholte; wie es mir von Tag zu Tag besser ging; wie ich es genießen konnte, nicht diesem immensen Druck ausgesetzt zu sein, der sonst auf mir lastete. Allerdings dauerte dieser Prozess auch eine Weile. Anfangs war es für mich absolut ungewohnt, den Tag nicht mehr bis tief in die Nacht vollgestopft zu haben. Das fühlte sich regelrecht befremdlich an. Ich musste wirklich (wieder) lernen, dass ich mich nicht schlecht fühlen muss, wenn ich einfach mal etwas Zeit für mich selbst oder für uns als Paar nutze. Einfach, um mal etwas „Sinnloses“ zu tun wie jeden Abend eine Weile zusammen fernzusehen. Aber es tat gut. Es tat wirklich gut.

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Von unserem positiven Schwangerschaftstest

Jedenfalls, um zum Thema zurückzukommen: Ende November fuhr Micha mit den Mädels zum Klettern. Ich erledigte noch etwas Haushalt, bevor ich Tom vom Kindergarten abholen wollte. Als ich dann ins Bad huschte und mir bewusst wurde, dass ich fast überfällig war oder vielleicht sogar schon überfällig war, suchte ich nach den alten Schwangerschaftstests aus der Kinderwunschzeit von 2016. Und ich fand sie tatsächlich! Einfache Streifentests, die allerdings schon 2 Jahre abgelaufen waren. Ich dachte mir trotzdem, ich mache einfach mal einen Test. Wird ja eh nichts sein im ersten Zyklus ohne Pille, wo ich doch jedes Mal viel Zeit brauchte, um schwanger zu werden und es auch 2016-2018 zwei Jahre lang nicht geklappt hatte. Ich wollte den Test eigentlich nur „aus Spaß“ machen. Doch dann erschien auf dem Test ein zweiter Strich und ich dachte, ich traue meinen Augen nicht, vermutete sogar eine Fehlanzeige, weil der Test schon abgelaufen war. Ich konnte es wirklich absolut nicht glauben! Doch da waren tatsächlich zwei Striche – ganz klar und deutlich, nicht mal nur zu erahnen.

Schwangerschaftstest babykindundmeer

Schwangerschaftstest 28.11.2019

Als ich Micha davon erzählte, strahlte er sofort übers ganze Gesicht. Das war so unglaublich schön! Er freute sich einfach sofort, während ich noch total skeptisch und unsicher war. Schließlich fuhr er los und besorgte uns einen digitalen Schwangerschaftstest. Er hätte sich sogar gewünscht, dass ich ihn sofort mache, aber ich habe bis zum nächsten Morgen gewartet.

Und tatsächlich: Am nächsten Morgen zeigte auch dieser Test eindeutig an, dass ich schwanger bin. Unglaublich! Ich wusste gar nicht, was ich denken und fühlen sollte! Es war ein wahnsinnig emotionaler Moment für Micha und mich. Als hätte mein Körper auf diese Pause und diese Auszeit gewartet … einfach auf den perfekten Zeitpunkt, um uns noch einmal ein solches Geschenk zu machen. Ich war wirklich überwältigt! Und ich bin es bis heute. Das Ganze war definitiv unser schönstes Weihnachtsgeschenk 2019!

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Unser Sommerbaby 2020 ist unterwegs!

Und ja, nun sind wir tatsächlich schwanger. Nun ist es tatsächlich so, dass wir ein Sommerbaby 2020 erwarten. Das ist einfach unglaublich! Das ist einfach nur wunderschön! Ich bin so unendlich dankbar dafür, auch wenn ich noch immer sehr ängstlich bin und mir bewusst bin, dass immer noch etwas passieren kann; dass im Prinzip immer etwas schiefgehen kann. Trotzdem überwiegt vor allem die Freude über dieses unfassbare Glück. Wir haben schon drei wundervolle Kinder und erwarten nun noch ein viertes. Das ist einfach nur schön! So, so schön! <3

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Da mich kurze Zeit nach den positiven Schwangerschaftstests natürlich auch die ersten Symptome ereilten, verbrachten wir die Zeit nur umso ruhiger. Auch Weihnachten und Silvester verbrachten wir ruhig und entspannt und als Familie. Und zwar zu sechst. Zumindest fast schon zu sechs. Im Herzen auf jeden Falls schon zu sechst. =)

Doch auch die Anfangszeit dieser Schwangerschaft war nicht einfach für uns, denn es gab da einige Momente, die uns wirklich Angst gemacht haben. Doch von alledem und von meinen erste Schwangerschaftswochen und -symptomen werde ich euch separat erzählen und hoffe sehr, ihr freut euch darauf!

Zusätzlich dürft ihr euch alles rund um den Anfang dieser Schwangerschaft auch gern noch einmal auf YouTube anschauen:

Außerdem dürft ihr gern erzählen, wer von euch aktuell ebenfalls schwanger ist und vielleicht sogar ebenfalls ein Sommerbaby 2020 erwartet! Ich bin gespannt!

Ich freue mich auf eure Kommentare!

Alles Liebe,

eure Mari =)