Die wohl häufigste Frage, die mir in den letzten Monaten gestellt wurde – von Freunden, von Verwandten, von Bloglesern und Bekannten – war: „Und, wie ist das Leben mit drei Kindern?“

Eine kurze Frage, auf die man allerdings nur ziemlich ausführlich antworten kann. Denn das Leben mit drei Kindern lässt sich nicht in einem einzigen Satz zusammenfassen. Es gibt so viel, was man darüber erzählen kann. Überwiegend Schönes, obwohl es natürlich auch einige anstrengende Seiten gibt.

Tom ist vor zwei Tagen 10 Monate alt geworden. Und statt einem neuen „Tom-Update“ möchte ich heute vom Leben als Dreifach-Mama bzw. als Dreifach-Papa bzw. als fünfköpfige Familie erzählen. =)

 

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Ich muss sagen, dass wir schon ziemliches Glück haben, dass Lilli und Lotte sehr liebe große Schwestern sind, die sich auch noch nach zehn Monaten sehr fürsorglich um ihren kleinen Bruder kümmern. Sie helfen, wo sie nur können und sind mittlerweile auch dazu in der Lage, stundenlang wunderbar zu zweit miteinander zu spielen.

Dennoch befinden sich die beiden seit einiger Zeit im absoluten Provoziermodus. Manchmal gönnt die einer der anderen nichts und umgekehrt. Und während Lilli mittlerweile ganz gut verbal provozieren kann, weiß Lotte sich dann oft nur mit Schreien, Heulen oder Wutgestampfe zu helfen. Und so ist unser Alltag natürlich nicht immer so harmonisch, wie er vielleicht wirken mag. Denn in schwierigen Momenten hält man natürlich nicht die Kamera auf die Kinder und schreibt in der Regel auch nicht zu detailliert über deren Verhalten, weil man die beiden natürlich nicht öffentlich „bloßstellen“ möchte. Bloßstellen ist zwar nicht ganz der perfekte Begriff dafür, aber ich bin mir sicher, ihr wisst, wie ich das meine.

 

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Auf jeden Fall macht das ständige Gezanke den Alltag manchmal ganz schön hart. Und wenn das Gezanke der Mädels sich dann noch mit einem schlechten Tag von Tom überschneidet und es einem schlimmstenfalls auch noch selbst nicht ganz so gut geht, dann kommt man schnell an seine Grenzen. Das gilt sowohl für mich als auch für Micha.

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Wir sind hier zu fünft und jeder hat seine eigenen Bedürfnisse und seinen eigenen Charakter. Und irgendwie muss das alles unter einen Hut gebracht werden. Man möchte den Kindern gerecht werden, aber auch sich selbst. Denn man ist nicht nur Mutter und Vater sondern auch Frau und Mann und außerdem Vollzeit arbeitend. Manchmal würde ich mich gern teilen und für alle gleichzeitig da sein und parallel noch alles Anstehende erledigen und meine Arbeit perfekt managen, aber das funktioniert leider nicht. Der Tag bräuchte einfach mehr Stunden …

 

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Aber ganz abgesehen davon, dass es nicht immer rund läuft und das Familienleben nicht immer ganz einfach ist, überwiegen stets die vielen, vielen schönen Seiten und Momente.

Außerdem: Tom ist so ein liebes Baby! Er macht einfach alles mit, ist immer glücklich und so schnell und leicht zufriedenzustellen. Er ist wirklich ein ganz, ganz toller kleiner Kerl. <3

 

Dreifachmama

 

Wir haben uns damals bewusst für drei Kinder entschieden. Und wir haben diese Entscheidung noch nie bereut. In keiner Sekunde. Tom und die Mädels sind einfach perfekt und geben uns so viel Unbezahlbares zurück, dass es dafür keine Worte gibt.

Wir lieben die gemeinsamen Ausflüge. Wir lieben es, gemeinsam zu spielen und zu toben oder einfach nur Blödsinn zu machen. Wir sind wirklich eine glückliche und sehr zufriedene Familie – auch wenn das nun total nach Bilderbuch klingt. Aber es funktioniert einfach alles sehr gut. Das liegt natürlich auch daran, dass Micha und ich uns alle Aufgaben teilen, uns absprechen und den Alltag sowie die Arbeit gemeinsam managen. Hinter allem, was ihr von mir seht und lest, steht immer auch Micha. Andersherum ganz genauso.

 

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Es geht uns eigentlich sogar so gut – obwohl wir natürlich oft auch müde und erschöpft sind – dass wir es nicht ausschließen, irgendwann noch ein viertes Kind zu bekommen. Nicht jetzt und nicht morgen. Aber in ein paar Jahren vielleicht. Wer weiß? Wir wissen es (noch) nicht und lassen das einfach auf uns zukommen. =)

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Natürlich fehlt es Micha und mir an Zeit für uns. An Zeit für sich selbst und für sich als Paar. Diese Zeit ist wirklich sehr, sehr knapp geworden. Ich würde aber behaupten, dass das nicht an der Anzahl der Kinder liegt, sondern vor allem an unserer Arbeit. Denn normalerweise hätte man abends, sobald die drei schlafen, Zeit füreinander. Aber meistens arbeiten wir dann. Deshalb kann man diesen Punkt eigentlich nicht nennen. Und das, was wir gemeinsam als Familie erleben – die ganzen Ausflüge und Erlebnisse, stärkt unsere Beziehung viel mehr als alles davor Gewesene. Denn ohne Kinder haben wir früher nur halb so viel unternommen.

 

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Ich habe mir schon immer eine große Familie gewünscht. Und dieser große Herzenswunsch ist schon mal in Erfüllung gegangen. Ich habe drei bezaubernde Kinder, auf die ich jeden Tag stolz bin und die mich zu einer stolzen Mama machen. Dafür bin ich jeden Tag dankbar.

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Wie geht es denn allen Mehrfachmamas da draußen? Was findet ihr besonders anstrengend, was besonders schön? Was hat sich, seitdem ihr Eltern seit, am meisten an eurem Leben verändert?

Ich freue mich auf eure Antworten!

Habt einen schönen Donnerstagabend,

eure Mari =)