Tom ist nun ein frisch gebackenes Kindergartenkind. Wir befinden uns noch in der Eingewöhnung und bisher läuft alles rund. Aber ehrlich gesagt graut es mir schon vor den nasskalten Wintermonaten und den vielen Bakterien und Viren, die dann in der Einrichtung herumschwirren werden. Das war mitunter auch – neben ganz viel Liebe natürlich – der Grund dafür, dass wir Tom erst jetzt, mit 2 Jahren und 8 Monaten, in den Kindergarten gehen lassen. Denn gerade Tom mit all den Nachwehen seines damaligen RS-Virus und seinem Pseudokrupp ist und bleibt unser kleines Sorgenkind.

Als Lilli damals zur Tagesmutter ging, mit 1,5 Jahren, da war sie im Winter fortlaufend krank. Wir dachten damals, das wäre nur eine Phase und würde besser werden, wurde es aber nicht. Beim Wechsel in den Kindergarten ging es weiter. Und als Lotte auf die Welt kam, brachte Lilli Krankheiten mit nach Hause, die sich dann in unseren vier Wänden wie ein Lauffeuer verbreiteten. War einer krank, wurden es alle. So geschah es schließlich auch mit dem RS-Virus. Lilli und Lotte brachten ihn aus dem Kindergarten mit nach Hause und steckten uns daraufhin an. Und so plagte uns alle ein fieser Virus, bei dem auch der Nestschutz nicht mehr griff.

Und weil Tom heute vor allem während der Wintermonate besonders stark unter nächtlichen Pseudokrupp-Anfällen leidet, weil diese meistens mit Erkältungen einhergehen, graut es mir tatsächlich sehr vor dieser Zeit und der damit verbundenen neuen Bewährungsprobe. Dennoch wissen Micha und ich, dass mit jedem Infekt das Immunsystem von uns allen gestärkt wird. So gesehen kann man jede Krankheit wie eine Aufgabe sehen, die es zu bestehen gilt und nach der man wieder ein Stück besser für die Zukunft aufgestellt ist. Was das Immunsystem betrifft, meine ich. Genau diese Themen werden in der aktuellen „Baby und Familie“ aufgegriffen. Fragt deshalb gern in eurer Apotheke nach dem Magazin. Ihr müsst nichts dafür bezahlen und die Artikel darin sind wirklich gut und fachlich sehr hilfreich.

Und wisst ihr, wofür ich wirklich dankbar bin, seit ich Mama bin? Für Bereitschaftsdienste im Krankenhaus und den Apotheken-Notdienst. Denn meine Kinder werden grundsätzlich am Wochenende krank. Und meist brauchen wir auch genau dann Medikamente.

Bei uns in Kiel gibt es am Wochenende „normale“ Sprechstunden in der Klinik. Mit einem kranken Kind müssen wir also nicht direkt zur Notfallambulanz, sondern können uns einem Bereitschaftsarzt im Krankenhaus vorstellen. Natürlich muss man etwas Wartezeit mitbringen, aber das ist halb so wild. Es gibt leider diese Momente, in denen man ausgerechnet am Wochenende oder an einem Feiertag einen Arzt braucht. Leider öfter, als mir lieb ist.

Das war zum Beispiel damals, als Tom unter dem RS-Virus litt. Allerdings wurden wir daraufhin auch sofort stationär aufgenommen.

Wir waren aber auch schon mit fiesen Mittelohrentzündungen, Blasenentzündungen und mehreren Bronchitiden dort. Jedes Mal brauchten wir Antibiotikum, das wir uns dann im beim Apotheken-Notdienst besorgen konnten.

Aber auch unabhängig von akuten Erkrankungen haben wir den Apotheken-Notdienst schon oft in Anspruch genommen. Zum Beispiel als ich schwanger war und so schlimm Sodbrennen hatte, dass ich dachte, ich würde innerlich verbrennen. Das klingt überzogen, aber es war so schmerzhaft, dass ich kein Auge mehr zubekam und dachte, ich würde durchdrehen. Deshalb ist Micha damals tatsächlich noch einmal abends los, um mir etwas zur Linderung zu besorgen. Ich war so dankbar dafür, denn es waren fiese Schmerzen. Nicht einfach Sodbrennen, sondern ganz schlimmes Brennen und Stechen.

Und einmal war es ganz akut. Eigentlich haben wir für Tom immer Kortison-Zäpfchen zu Hause. Immer. Die nehmen wir auch überall mit hin. Die Zäpfchen müssen wir ihm nämlich bei einem akuten Pseudokrupp-Anfall verabreichen. Allerdings hatten wir, als Tom noch ganz klein war, es nicht geschafft, das neue Rezept direkt am Tag des Arzttermins einzureichen, um neue Zäpfchen zu besorgen. Wir verschoben das auf den nächsten Tag und waren der festen Überzeugung, dass wir zu Hause noch ein oder zwei Zäpfchen hatten. Doch dem war nicht so. Und so kam es, wie es kommen musste: Tom bekam genau in DER Nacht einen Pseudokrupp-Anfall. Was war das für eine Rettung, dass wir den Apotheken-Notdienst nutzen konnten! Bis dahin habe ich Tom herumgetragen und mich mit ihm ans offene Fenster gestellt und ihn zu beruhigen versucht. Wirklich besser wurde es aber erst nach der Gabe des Kortison-Zäpfchens.

Grundsätzlich gibt es einfach Medikamte, die man immer zu Hause haben sollte. Mittel gegen Fieber und Schmerzen – in Form von Saft oder Zäpfchen, abschwellende Nasentropfen, erste Hilfe bei Magen-Darm-Infekten, verschiedene Salben und Cremes.

Dennoch bin ich sehr dankbar, dass es den Apotheken-Notdienst gibt. Er hat uns schon manches Mal sehr geholfen. Bei Ärzten und im Krankenhaus liegen meist Flyer von geöffneten Notdienst-Apotheken aus. So ist das zumindest bei uns. Denn die Apotheken wechseln sich ab. Im Krankenhaus könnt ihr auch nachfragen, welche Apotheken Notdienst haben, wenn ihr nach der Untersuchung Medikamente benötigt. Alternativ oder von zu Hause aus findet ihr auf www.baby-und-familie.de unter dem Stichwort „Apotheken-Notdienst“ und der Angabe eurer Postleizahl den Notdienst in eurer Nähe.

Baby, Kinder, Krankheiten und die ersten Lebensjahre – darüber könnte ich ewig schreiben!

Viele weitere Infos zu diesem Thema findet ihr in der aktuellen Ausgabe „Baby und Familie“, die ihr kostenlos in der Apotheke erhaltet. Alternativ könnt ihr das Magazin online abrufen. Dort findet ihr auch ein sehr niedliches Hörspiel vom kleinen Bären Mo, das ihr kostenlos herunterladen könnt und welches sich bestens eignet, wenn euren kranken Mäusen während der Bettruhe die Decke auf den Kopf fällt. Denn Liebe, Ruhe und Ablenkung sind die beste Medizin!

Ich nehme die Zeitschrift seit mittlerweile acht Jahren aus der Apotheke mit, denn es stehen immer viele gute und wertvolle Tipps und fachliche Informationen darin, die mir schon oft weitergeholfen oder manchmal sogar die Augen geöffnet haben. In der aktuellen Ausgabe sind Babys und Kleinkinder und ihre vielen Infekte Thema. Welche Medikamente sollte man stets zu Hause haben? Was hilft kleinen Schnupfnasen? Wie handhabt man Job und durch Kinder bedingten Krankheitsausfall?

Und zum Schluss noch eine Frage:

Habt ihr schon mal den Apotheken-Notdienst genutzt? Wenn ja, wann und warum? Was macht ihr, wenn euer Kind am Wochenende krank wird? Habt ihr auch eine Bereitschaftspraxis in eurer Nähe?

Ich bin gespannt auf eure Erzählungen und Erfahrungen!

Alles Liebe,

eure Mari