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Arbeit, Kinder, Haushalt, Partnerschaft, Freunde – all das bedarf Zeit und Organisation! Und es bedeutet einen ständigen Spagat zwischen Arbeit und Familie. Ich kenne dieses Gefühl seit eh und je. Damals habe ich Abitur gemacht und nebenbei gearbeitet. Danach habe ich studiert und nebenbei gearbeitet. Da war ich aber noch nicht Mutter. Eines Tages wurde ich es dann, als Lilli 2009 geboren wurde. Und in genau jenem Moment zog nicht nur eine extra große Portion Verantwortung bei uns ein, sondern auch ein echtes Zeitproblem.

Darum möchte ich heute – in Zusammenarbeit mit www.for-me-online.de  – über dieses (ziemlich wichtige) Thema schreiben. Und ich würde mich freuen, wenn ihr am Ende erzählt, wie ihr euch in eurer Mutterrolle fühlt. Auch als Multitasking-Superwoman? Oder ganz anders? Ich bin gespannt!

So war es, als Lilli geboren wurde:

Dinge, für die vorher schon zu wenig Zeit war, mussten gänzlich aus dem Kalender gestrichen werden. Ich stand permanent zwischen meinem Studium und der Familie. Ich wollte beides, aber beides war kaum möglich, weil Micha auch unentwegt außer Haus war und ich keine Unterstützung vor Ort hatte. Also schrieb ich Bücher, um mich auf diesem Wege zu verwirklichen und einen geistigen Ausgleich zu haben. Dennoch stand Familie für mich immer an erster Stelle. Lilli war – genau wie Lotte und Tom – ein echtes Wunschkind. Allerdings hatten wir uns das Ganze doch etwas einfacher vorgestellt, als es letztendlich war.

Irgendwann pendelte sich der Alltag dann ein. Ich hütete Lilli, stemmte den Haushalt und Einkäufe und schrieb immer dann an meinen Büchern, wenn sie schlief. Eines Tages kam dann der Wunsch nach einem Geschwisterkind auf. Und drei Jahre später kam Lotte. Es folgte eine schöne, aber auch sehr fordernde Zeit. Zumal Lotte unter den 3-Monats-Koliken litt. Für das Schreiben von Büchern fehlte mir Schlaf und damit ein freier Kopf. Das war letztendlich der Grund, warum ich mit dem Bloggen begann, als Lotte ein halbes Jahr alt war.

Mittlerweile sind wir zu fünft und der Blog ist zu unserem eigenen kleinen Familienunternehmen herangewachsen. Wir sind jeden Tag stolz darauf und oft ziemlich überwältigt. Mindestens einmal wöchentlich sitzen wir zusammen und lassen die letzten Jahre Revue passieren. Wirklich jetzt! Mal im Auto, mal abends auf der Couch, mal bei einem Spaziergang. Wir können oft nicht fassen, was wir uns aufgebaut haben und sind wirklich dankbar, dass es so gekommen ist, wie es nun ist.

Bei Lilli und Lotte war ich Vollzeit zu Hause, während der Blog zum (Traum-)Beruf wurde. Parallel beendete Micha sein Studium und wurde Schiffbauingenieur. Und da sich der Blog immer mehr und besser entwickelte, nahm er nach Toms Geburt ein Jahr Elternzeit, um herauszufinden, wie das Ganze weiterlaufen könnte. Und es lief gut! So gut, dass er seinen Job als Schiffbauingenieur kündigte, um mir zu Hause unter die Arme zu greifen. Denn allein und mit Tom daheim würde ich den Blog in diesem Umfang niemals stemmen können! Dann wären da der Garten, die Einkäufe, der Haushalt. Lilli kommt mittags nach Hause, Lotte um 14 Uhr. Tom ist Vollzeit da. Dazu kämen Termine bei Ärzten oder dem Logopäden und diverse Hobbys der Kinder.

Kurzum: Wäre ich allein, würde ich vielleicht einmal oder zweimal die Woche bloggen. Wenn überhaupt. YouTube gäbe es gar nicht. Vielleicht würde ich auch hauptsächlich Instagram pflegen.

Wir haben also das große Glück, uns eine Selbstständigkeit aufgebaut zu haben, die sich wunderbar mit dem Familienleben vereinbaren lässt. Dennoch – und das schrieb ich schon oft – bedeutet dies auch SELBST und STÄNDIG – im wahrsten Sinne des Wortes. Denn wenn man selbstständig ist, muss man jeden Monat für ein „Einkommen“ kämpfen. Da kommt kein geregeltes Gehalt, auf das man sich verlassen kann.

Ich muss immer funktionieren, weil es keinen Ersatz für mich gibt. Niemand kann für mich einspringen. Keine Kollegin. Kein Kollege. Auch nicht Micha. Wenn ich nicht da bin, weil ich beruflich unterwegs, krank oder im Urlaub bin, dann bleibt alles liegen. Das können nach einem Tag mehrere hundert E-Mails sein. Und da sind folgende Dinge noch gar nicht inbegriffen: Kommentarmoderation auf Instagram, Facebook, YouTube und dem Blog, Pflegen der Kanäle, Fotografieren, Sichten und Bearbeiten der Bilder, Schreiben von Texten, Displaymarketing, Konzeptausarbeitung, Rechnungen schreiben, diverse Termine wahrnehmen, kreativ sein und vor allem: Den Überblick nie zu verlieren!

Bei alledem könnt ihr euch sicher schon denken, wie immens viel Arbeit sich ansammelt, wenn ich mal nicht da bin. Nach mehreren Tagen Abwesenheit steht meist so viel Arbeit an, dass ich 1-2 Wochen daran nachzuarbeiten habe. Da parallel aber auch der normale Arbeitsalltag weiterläuft, lege ich dann Nachtschichten ein. Und das alles neben der Familie.

Ohnehin stellen sich einige von euch – das schreibt ihr mir zumindest – unser „Bloggerleben“ ganz romantisch vor: Micha ist zu Hause, wir sind ständig zusammen und haben unendlich viel Zeit. Ich werde sogar oft gefragt, ob mir Micha nicht auf den Wecker geht. Oder ich ihm. 😀

Aber nein, ganz und gar nicht! Denn wir sind zwar beide zu Hause, arbeiten aber nebeneinander her. Tagsüber ist er für die Kinder da, während ich arbeite. Abends arbeiten wir beide. Meist gönnen wir uns nur am Wochenende freie Abende. Aber selbst das funktioniert nicht immer. Abgesehen davon, dass die Kinder am Wochenende natürlich auch länger wach sind.

Ich denke, es ist schwer vorstellbar, was für eine Arbeit hinter dem steckt, was wir hier tun. Leute, die aus diesem Fachgebiet kommen – aus einem Onlinemagazin oder dem PR-Bereich – wissen das sehr wohl, aber viele andere natürlich nicht. Und ich verstehe das auch. Denn vielleicht würde ich mir das alles ähnlich einfach vorstellen, wenn ich den Blick hinter die Kulisse nicht kennen und leben würde.

Und natürlich geht es auch anders! Es gibt viele Blogger, die ganz anders arbeiten. Aber die machen das auch nicht Vollzeit und produzieren bei Weitem nicht diese Menge an Content. Micha und ich hingegen tun das für unser Leben gern, denn wir lieben das, was wir tun und empfinden es als unsere Berufung. Aber es frisst unglaublich viel Zeit. Wesentlich mehr, als sich die meisten vorstellen können.

So, und dann arbeitete ich noch im Home Office. Hat Vorteile, ganz klar. Ist gemütlich, es fällt kein Arbeitsweg an und nebenbei kann die Wäsche laufen. Aber gleichzeitig bedeutet unser Zuhause dadurch Arbeit für mich. Und wenn ich nebenbei die Wäsche piepen höre oder die chaotischen Kinderzimmer sehe, ist das nicht gerade hilfreich, um konzentriert weiterarbeiten zu können. Und natürlich sind da auch die Kinder. Die drei Mäuse wissen zwar, dass ich arbeite, kommen aber trotzdem ständig angehüpft. Das ist auch gut und wichtig, aber erhöht für mich an manchen Tagen den Druck und lässt den Spagat zwischen Arbeit und Familie nur umso größer werden.

Ich erzählte es schon oft in unseren Videos: Manchmal fehlt mir diese ganz unbefangene Familienzeit total. Diese Freizeit. Ich kenne das gar nicht mehr. Entweder arbeite ich oder ich erledige den Haushalt. Und während der wirklich schönen Familienzeit bedarf es einiges an Konzentration, um diese auch mit freiem Kopf genießen zu können. Im Urlaub zum Beispiel, wenn das E-Mail-Postfach schon nach zwei Tagen überquillt und ich wirklich damit kämpfen muss, das Ganze trotzdem liegen zu lassen. Ich möchte dann nur Zeit für meine Familie haben. Das ist ein Gedanke. Der andere weiß, dass all das, was liegen bleibt, bedeutet, dass ich 500% geben muss, wenn ich wieder zu Hause bin und alles nachholen muss. Das ist erdrückend und nicht wirklich einfach.

Ich hoffe, ihr versteht mich nicht falsch! Ich liebe das, was ich tue. Ich habe in den letzten Jahren viel gelernt und bin an diversen Aufgaben und Konflikten gewachsen. Ich weiß auch zu schätzen, dass wir flexible Arbeitszeiten haben und unseren Beruf mit dem Familienleben vereinbaren können. Und auch, dass es toll ist, etwas zu tun, was mir Spaß macht.

Ich weiß das alles. Und ich schätze das alles. Tag für Tag.

Mir liegt es einfach nur auf dem Herzen, mal die Kehrseite der Medaille zu präsentieren und dabei auch auf die Realität hinzuweisen, dass das Ganze nicht nur Zeit und Freizeit kostet, sondern wir bei alledem auch sehr viel von uns preisgeben. Für uns ist das völlig in Ordnung. Wir haben uns bewusst dafür entscheiden. Aber all jene, die uns zwischendurch kritisieren, sollten eben auch beide Seiten der Medaille betrachten.

Außerdem sage ich immer: Ich habe den Blog großgezogen mit zwei kleinen Kindern zu Hause. Wenn sie schliefen, schaute ich nicht fern oder telefonierte mit Freundinnen. Nein, wenn sie schliefen, arbeitete ich. Und das drei Jahre lang. Tag für Tag. Micha war damals so gut wie nie zu Hause.

Ich habe das alles nicht geschenkt bekommen, sondern es mir aufgebaut – mit viel Disziplin, Herzblut und Durchhaltevermögen. Und das, obwohl ich die ersten drei Jahre so gut wie nichts mit dem Blog verdient habe. Das war auch nie das, worauf ich hinauswollte. Damals stand so was noch nicht mal zur Option. Da wusste kaum jemand, was ein Blog ist. Für mich war es damals einfach ein Ausgleich, … eine Aufgabe … und eine Leidenschaft, für dich ich gekämpft hatte, um mit der Zeit immer mehr Menschen zu erreichen.

Heute bin ich froh, dass es so gekommen ist, wie es ist. Trotzdem liege ich manchmal abends im Bett und wünschte, Micha würde einfach losziehen und zur Arbeit fahren und ich könnte einfach mal frei sein und frei haben. So richtig. Und mehr Zeit mit den Kindern verbringen. Nicht nur an den Wochenenden. Und dann sind da noch der Garten, der gepflegt werden muss, und der Haushalt, bei dem wir wirklich(!) nicht hinterherkommen. Wer das glaubt, der irrt sich gewaltig. Wäsche, Spülmaschine und Alltägliches läuft bei uns super. Diese Dinge integrieren wir in den Alltag. Genau wie Aufräumen. Aber so ein richtiger Hausputz gelingt uns fast nie. Es fehlt einfach vorn und hinten an Zeit dafür.

Ganz davon ab, bin ich aktuell zwar diejenige, die arbeitet, und demnach müsste Micha alles andere stemmen, was ich damals schließlich auch geschafft habe, aber das funktioniert auch nicht. Trotz allem bin ich nämlich auch noch diejenige, die immer und überall an alles denken muss, sich um Freundschaften und Termine kümmert, sämtliche Dinge im Kopf hat, die Wäsche macht, abends die Spülmaschine ausräumt und den Alltag organisiert.

Micha macht auch viel. Sehr viel sogar. Aber dennoch fühle ich mich als Organisationszentrum des Ganzen und habe oft das Gefühl, für ihn mitdenken zu müssen. Das bedeutet also, dass ich nicht nur in einem Spagat zwischen Arbeit und Kindern stecke, sondern außerdem Vollzeit arbeite und gleichzeitig das Familienleben organisieren muss.

An genau diesem Punkt möchte ich gern die Studienergebnisse der Procter & Gamble Online-Plattform „for me“ ansetzen. Denn bei der Befragung von 1000 berufstätigen Müttern zwischen 20 und 50 Jahren durch das rheingold Institut kam heraus, dass sich 89% der Mütter als Organisationstalent der Familie fühlen. 33% sagten, dass sie sich neben ihren Kindern auch mit für ihren Mann verantwortlich fühlen.

Das reiht sich in meine Empfindungen oben ein, oder?

Übrigens: for me ist eine der größten Frauen-Communities Deutschlands. Frauen finden dort Ratschläge, Tipps und Inspirationen zu einer Vielzahl an Themen, die uns alle betreffen. Und somit stellt die Seite auch eine hilfreiche Quelle für uns Mütter dar. for me ist die Unterstützung von Frauen in allen Lebenslagen wichtig. Frauen und Mütter sollen ermutigt werden, ihren Weg zu gehen und sich bei allen Herausforderungen des Alltags nicht selbst zu vergessen. Neben 2 Millionen registrierten Nutzern findet man dort außerdem Online-Coupons, Produkttests, Gratisproben und Gewinnspiele.

Zurück zu den Studienergebnissen:

32% der befragten Mütter fühlen sich alleinerziehend, obwohl sie in einer Partnerschaft leben. (So ging es mir damals auch mit Lilli, Lotte und dem Blog.)

68% geben an, dass sie jeden Tag das Gefühl haben, 120% zu geben und auch geben zu müssen.

Und 96% – mir geht es genauso – erzählen, dass sie sich beim Nichtstun nicht entspannen können.

Ich kann das auch nicht. Überhaupt nicht! Ich fühle mich dann immer, als ob ich in der Zwischenzeit irgendetwas anderes vernachlässigen würde. Kennt ihr das Gefühl? Ich weiß, dass das wichtig ist und man das Abschalten lernen muss und kann, aber vielleicht ist es dafür bei mir schon zu spät? Denn ich bin so, seit ich denken kann. Nicht erst, seit ich Mama bin.

Außerdem gibt der Großteil der Befragten an, dass das Zuhause mit allem, was täglich ansteht, auch Arbeit bedeutet, und inmitten dieses Alltagswahnsinns viel zu wenig Zeit für sich selbst übrig bleibt. Und ganz davon ab, ist die eigene Gesundheit die Grundvoraussetzung dafür, dass alles läuft und funktioniert.

Ist auch so, oder? Ich kann das alles nur bestätigen.

Weitere Studienergebnisse könnt ihr der nachfolgenden Grafik entnehmen:

Wie gesagt, ich habe einen sehr tollen und engagierten Mann an meiner Seite. Trotzdem nimmt er mir nur einen Bruchteil von dem ab, was auf mir lastet. Wir reden oft darüber, aber die verzwickte Situation bei uns ist eben, dass ich die Hauptverdienerin bin. Arbeitsmäßig kann er mir also nicht so richtig unter die Arme greifen und deshalb auch nicht dafür sorgen, dass ich mehr Zeit für die Familie und für mich selbst habe. Aus genau diesem Grund sind mir Wochenenden so heilig. Und aus allen besagten Gründen verreise ich auch so gern. Nicht nur, um die Welt zu entdecken, sondern auch um dem Alltagsdruck zu entfliehen – obwohl ich weiß, dass die Arbeit nach dem Urlaub nur umso mehr wird. Trotzdem tanke ich während eines Familienurlaubs Kraft und Energie. Und das ist auch gut so und sehr wichtig für uns.

FAZIT: Ich bin der festen Überzeugung, dass das heutige Familienmodell eine wahre Herausforderung ist. Für alle Beteiligten.

Von unseren Kindern wird mit der Zeit immer mehr erwartet. Der Teil der Familie, der als Hauptverdiener agiert, muss immer funktionieren. Gleichzeitig muss der andere Part immer gesund sein, damit zu Hause alles läuft. All das stellt die heutige Familie unter Druck und ist eine immense Herausforderung. Nicht nur für uns Mütter, sondern für alle Familienmitglieder. Zumal wir Mütter – so habe ich zumindest das Gefühl – immer versuchen, alles perfekt zu machen. Dabei könnten wir manchmal auch etwas pragmatischer sein, oder?

Deshalb gaben auch 86% der befragten Mütter an, dass sie wissen, dass es ihren Kindern gut tut, wenn sie auch etwas für sich selbst tun. Und 66% stimmten zu, dass man es sich im Leben auch mal leicht machen kann und darf.

Ich bin sehr gespannt auf eure Sichtweisen zu diesem Thema!

Fühlt ihr euch ähnlich? Habt ihr auch das Gefühl, euch ständig zerreißen zu müssen? Oder habt ihr euch ein Familienmodell ermöglicht, bei dem es entspannter zugeht?

Ich persönlich glaube, Letzteres ist prinzipiell nur dann möglich, wenn einer der Partner ausreichend verdient. Aber dann käme wieder der Punkt auf, dass sich der andere Part alleinerziehend und für alles andere zuständig fühlt. So richtig perfekt ist es dann also auch nicht, oder? Was meint ihr?

Bei mir ist es so: Ich bin der totale Familienmensch! Ich liebe Familie und die steht für mich an erster Stelle! Aber: Ich bin auch eine perfektionistische Karrierefrau und würde daran kaputtgehen, keinen herausfordernden Ausgleich zu haben.

Und nun seit ihr dran! Ich freue mich sehr auf eure Kommentare!

Alles Liebe,

eure Mari =)