Heute gibt es einen tollen DIY-Gastbeitrag von der lieben Anni von quatsch-matsch. Sie führt einen wundervollen Kreativblog mit vielen tollen Ideen. Es lohnt sich also, mal bei ihr vorbeizuschauen! =)

Kurz und knapp: Ich übergebe nun das (geschriebene) Wort an Anni.

Viel Spaß mit diesem kreativen Gastpost!

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Hallo! Zunächst möchte ich Danke sagen. Danke, dass ich diesen Gastbeitrag hier auf Baby, Kind & Meer schreiben darf! Mari, du bist toll! 🙂

Jetzt kurz zu mir: Ich bin Anni, irgendwie Ende 30 (… aber eigentlich schon seit Jahren 29 und keinen Tag älter), und lebe mit meiner 5 Jahre alten Tochter in der Nähe von Hamburg. Aber zur See ist es auch nicht weit. Wir basteln, sind kreativ, spielen viel. Auf meinem Blog dreht sich alles um DIY, Kreativität und Aktivität. Ich hoffe Ihr habt Spaß mit meinem Gastbeitrag und habt auch mal Lust, auf meinem Blog zu schauen! 🙂

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So jetzt geht los! =)

Ich wollte meiner Tochter M.J. die Möglichkeit geben, sich aktiv in der Wohnung zu bewegen, … sich auszupowern und gleichzeitig sich etwas Gutes tun, … ihren Körper und ihre Seele zu stärken. Deshalb wollte ich eine Kletterwand kaufen. Doch das Ganze war mir viel zu teuer und auch viel zu unbunt. Also musste ich selbst eine Kletterwand bauen. Und wie das geht, zeige ich euch in diesem Post.

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Ihr braucht:

  • 3 MDF Platten mit den Maßen 120 x 60 cm (Stärke mind. 19 mm, lasst euch aber abhängig vom Gewicht eurer Kinder im Baumarkt beraten. Sicher ist sicher.) Gesamtmaße: 180 x 120 cm
  • Klettersteine (mindestens 15 Stück, gemischt, mit Schrauben)
  • eine Bohrmaschine und Holzbohrer (Größe 6 und 12)
  • Hammer
  • einen Bohrer für Beton + geeignete Dübel und Schrauben
  • eine Wasserwaage
  • einen Zollstock
  • Schleifpapier
  • bunte Farbe (am besten Abtönfarbe)
  • Grundierung für die Platten (z.B. normale Wandfarbe)
  • einen Pinsel und eine Malerrolle
  • Klarlack
  • Montagekleber
  • Malerplane zum Unterlegen
  • Kohlepapier nach Bedarf
  • Tesafilm
  • eine Motivorlage
  • einen Bleistift

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Zuerst zeichnet ihr die Löcher an. Dazu müsst ihr ausmessen. Am besten mit Zollstock und Bleistift.

Der Abstand ist: Zur Außenkante 10 cm. Dann immer im Abstand zu 20 cm ein Loch bohren. Auf die Länge von 120 cm bohrt ihr dann sechs Löcher pro Reihe. Ihr macht drei Reihen.

Die Löcher zum Anschrauben bohrt ihr im Abstand von 5 cm zum Rand. Zu beiden Eckrändern.

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Anschließend bohrt ihr die Löcher. Ich habe euch die Abstände mal fotografiert.

Wenn ihr die Löcher bereits jetzt bohrt, macht ihr euch später nicht das schöne Motiv kaputt. Und der Grund, warum ihr die Platten mit so vielen Löchern verseht, ist der, dass ihr dadurch später die Klettersteine umbauen könnt.

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Dann müsst ihr die MDF-Platten grundieren.

Zuerst schleift ihr mit Schleifpapier die Löcher ab. Dann schnappt ihr euch die Malerrolle und grundiert die Platten. Ihr macht das deshalb, damit sich die Farbe (Abtönfarbe) nicht in die Platte einsaugt.

Anschließend muss das Ganze gut durchtrocknen, um daraufhin noch eine zweite Schicht aufzutragen. Auch diese muss dann wieder gut trocknen.

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Wenn ihr so ein großes Motiv haben möchtet wie ich, dann solltet ihr euch vorab ein Programm (z.B. Easy Poster Printer) herunterladen. Das Programm vergrößert das gewünschte Motiv auf die passende Größe.

Ihr schneidet dann alles zurecht und klebt es mit Tesafilm zusammen.

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Legt dann die Motivvorlage auf die Platten und legt Kohlepapier drunter.

Übertragt nun das Motiv auf die Platten.

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Wenn alles gemacht ist, fangt hr imit dem Ausmalen an. Das Schöne an den Farben ist, dass man sie untereinander mischen kann. Ich brauchte sehr viel weiße Farbe. Alle anderen Farben habe ich aus den paar Farben gemischt, die ich da hatte.

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Wenn ihr mit dem Malen fertig seid, lasst ihr alles ca. einen Tag lang trocknen. Anschließend tragt ihr Klarlack auf.

Normalerweise nehme ich keinen Lack mit Lösungsmittel. In diesem Fall aber schon. Er ist wesentlich härter und kann deshalb nicht so schnell von Kinderschuhen kaputt gemacht werden.

Insgesamt habe ich zwei Schichten Lack aufgetragen.

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Jetzt befestigt ihr die Klettersteine in den Platten. Überlegt euch vorab, wie ihr sie anordnen wollt. Macht sicherheitshalber ein paar Fotos davon. Für die Montage der Kletterstene gibt es i.d.R. eine Anleitung, die bei den Steinen dabei ist.

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Der nächste Schritt ist etwas heikel. Daher solltet ihr besser zu zweit arbeiten. Außerdem sollte jemand dabei sein, der Muckis hat. Immerhin wiegt eine Platte ca. 15 kg!

Zuerst nehmt ihr die unterste Platte und haltet sie an. Nehmt dann eine Kugelschreibermine und steckt sie durch die vier Außenlöcher. Dann habt ihr die ersten vier Bohrpunkte. Natürlich sollte die Wasserwaage obenauf liegen. Es soll am Ende ja alles gerade sein.

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Dann werden die Löcher gebohrt. Bei uns hat das der Papa von M.J. gemacht. Das kann er nämlich viel besser als ich. 🙂 In die Löcher kommt Montagekleber. Das sorgt zusätzlich für Stabilität. Dann macht ihr die Dübel rein. Die Dübel müssen mindestens einen Zentimeter tiefer in die Wand als die Wandoberfläche.

Anschließend könnt ihr die Platte festschrauben.

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Das Gleiche macht ihr nun mit Platte Nr. 2 und Nr.3 -und schon ist die Kletterwand fertig! 🙂

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Ganz wichtig: Legt unter die Kletterwand eine Gymnastikmatte oder Klappmatratze, damit eure Lieben sich nicht verletzen, falls sie mal herunterfallen. Ich habe dafür die Matte von IKEA gekauft. Die ist super. 🙂

Komplett quer

Zum Schluss noch ein letzter Tipp von mir: Solltet ihr sehr ungeduldig sein und überhaupt keine Lust darauf haben, ein Motiv zu malen, so tut es zum Beispiel auch eine Möbelfolie. 🙂

Viel Spaß beim Nachbauen und Klettern!

Alles Liebe, eure Anni