Hallo ihr Lieben!
Wie ich euch in einem der letzten Posts erzählte, kann ich nun – dank einer Freundin – tatsächlich mit einer Overlockmaschine nähen.
Sie übernahm das Einfädeln. Danach machten wir uns gemeinsam an eine Hose für Lotte – bewusst eine Nummer größer, damit sie noch lange etwas davon hat.
Am nächsten Tag wollte ich das Ganze unbedingt allein ausprobieren. Ich schnitt Stoffteile für ein Oberteil (… mein erstes, wohlbemerkt!) und einen Body zu und schickte Micha samt den Kindern ins Schwimmbad. Denn zum Nähen brauche ich immer etwas Ruhe.
Der Body wurde auf Anhieb wunderbar.
Beim Oberteil habe ich einmal versehentlich einen Ärmel falsch herum angenäht. Mensch, wie ich mich geärgert habe! Doch es half nichts. Ich schnitt alles noch einmal zu und versuchte es erneut.
Doch dann gab es plötzlich einen Fadensalat in der Overlock und ich bekam Panik.
„Oh nein!“, dachte ich, „Ich werde nie wieder nähen können.“
Ich hegte großen Respekt vorm Einfädeln. Doch es half alles nichts. Schließlich kramte ich die Anleitung hervor und machte mich Schritt für Schritt mit Pinzette daran, die vier Garnfäden einzufädeln.
Beim ersten Mal vergaß ich dabei eine kleine Schlaufe, beim zweiten Mal habe ich einen anderen Faden falsch geführt, doch schon beim dritten Mal schaffte ich es.
Ich war so stolz! *lach*
Sowohl die Nähmaschine als auch diese Overlock habe ich meiner Freundin Paula nachgekauft.
Und beide Maschinen sind wirklich gut zu verstehen, leicht zu bedienen und bestens für Anfänger geeignet.
Hier könnt ihr euch die verschiedenen Maschinen genauer ansehen.
Ich werde nämlich ziemlich oft gefragt, welche Nähmaschine ich habe. Daher hoffe ich, dass ich mit diesem Post ganz viele von euch erreiche. =)
(Und der Preis ist sagenhaft, wie ich finde.)
Ich bin jetzt stolze Besitzerin einer W6 N1615 und einer W6 OV 454D.
Genäht habe ich eine Hose und einen Body für Lotte und ein T-Shirt für Lilli.
Letzteres war übrigens mein allererstes Oberteil.
Außerdem bekam ich endlich mal die Gelegenheit meine ersten Jersey-Druckknöpfe anzubringen. =)
Ja, ich weiß … Das Bündchen im Knopfbereich ist etwas zu schmal geworden.
Das ist fürs nächste Mal abgespeichert. =)
Sind die Nähte nicht ein Traum?
Seht selbst:

Übrigens werden meine Stoffreste fleißig zum Basteln weiterverwendet. ;)

Und das Schönste war natürlich – wie immer – Lilli und Lotte die genähten Stücke anzuziehen.
Alles passt und sieht wirklich toll aus.
Michas und mein Highlight ist der neue Body. =)
Ich bin so glücklich!
Mit einer Overlock bekommt das Nähen eine ganz andere Qualität. Es sind ja nicht nur die schönen Nähtet … es ist auch diese Mordsgeschwindigkeit, mit der die Maschine näht. Plötzlich braucht man keine Ewigkeit mehr für eine Hose, sondern kann ein Stück auch mal schnell zwischendurch zusammennähen.
Ich bin total begeistert und werde in Zukunft sicher viel, viel mehr nähen als vorher. =)
Trotzdem habe ich noch eine Frage an alle Näherfahrenen unter euch:
 
Der „Restfaden“ von einer Naht (am Ende sind das ja meist nicht viele) – was macht ihr damit? Knotet ihr den zusammen, näht ihr ihn mit der Nähmaschine fest?
Wohin damit? Irgendwie habe ich noch keine perfekte Lösung dafür gefunden.
Oder habe ich da irgendeinen Denkfehler?
***
Jedenfalls kann ich allen, die gern nähen, ans Herz legen, sich eine Overlock anzuschaffen. Es lohnt sich wirklich! Und habt keine Angst vor dem Einfädeln! Das kriegt man ganz schnell raus, wenn man es in einer ruhigen Minute macht. =)
Ich wünsche euch einen schönen Abend,
eure Mari =)